Patrouille des Glaciers – die Legende startet mit Verspätung

Wohl kein anderes Rennen bei den Skibergsteigern genießt soviel Ansehen und flößt so viel Respekt ein wie die Patrouille des Glaciers in der Schweiz. Die Strecke von Zermatt nach Verbier folgt der klassischen Haute Route und wird mit riesigem organisatorischem Aufwand von der Schweizer Armee organisiert. In der Nacht von Mi. 27.4. auf den 28.4. 2022 gehen die ersten Startwellen auf die Strecke.

Das Traditionsevent hat zwei Streckenlängen und wird in ein militärisches und ein ziviles Rennen eingeteilt. Es gibt jeweils Distanzen von Zermatt nach Verbier mit 57 km Streckenlänge und 4.400 Meter Höhenunterschied und von Arolla nach Verbier mit 30 km Streckenlänge und 2.200 Metern Höhenunterschied. Nach den Startorten „Z“ und „A“ genannt, werden in der Nacht von Mi. auf Do. in mehreren Startwellen die militärischen Patrouillen als Z1 und A1 starten, in der Nacht vom Fr. auf Sa. die zivilen Patrouillen als Z2 und A2. Insgesamt gehen 1.517 Patrouillen mit jeweils drei Athleten in das Rennen.

Die Läufe Z1 und A1 wären bereits für kommende Nacht geplant gewesen, wurden jedoch kurzfristig verschoben, weil starker Wind auf der Höhe angesagt war und die Wettersituation insgesamt nicht gut war. Das Rennen wird vom Schweizer Heer organisiert, auch deshalb ist der Sicherheit oberste Priorität eingeräumt. Mit einem kolportierten Budget von 5 Mio. Franken und dem Einsatz von 1.600 militärischen und zivilen Helfern ist die alle 2 Jahre durchgeführte Veranstaltung das Flaggschiff unseres Sports. Es ist auch mit der Sportgeschichte eng verwoben, denn ein tödlicher Unfall 1949 wird als Grund dafür gesehen, dass die „Militärische Patrouille“ bei Olympia 1948 das letzte Mal am Programm stand.

In den ersten beiden Rennen Z1 und A1 starten einige Österreicher und Deutsche, voran sicherlich das Team Jakob Herrmann/Armin Höfl/Daniel Zugg, die als Heeressportler für das Österreichische Bundesheer starten. Auch auch die Österreichische Alpinpolizei hat – vor Ort geleitet von Andi Ringhofer – mehrere Teams am Start, die besten Chancen hier sicherlich für die Mannschaft Thomas Wallner/Jörg Randl/Marcell Voithofer.

Bei den zivilen Patrouillen wird es für Österreich u.a. mit dem gemischten Damenteam Johanna Hiemer/Veronika Mayerhofer/Arina Steiner (SUI) und bei den Herrenteam  mit Andy Mayer/Marc Dürr (GER)(Finn Hösch (GER) spannend.

Nun gilt es die 24 Stunden bis zum Start von Z1 und A1 noch totzuschlagen und dann mit Elan ins Rennen zu gehen. Der Rahmen ist heuer sicherlich schwieriger als sonst, denn durch den Schneemangel in den Walliser Alpen muss 1,5 – 2 Stunden bis zum Schönbihl zu Fuß gelaufen werden, und auch die Abfahrt in Verbier ist deutlich kürzer auf Skiern als sonst, die letzten paar 100 Höhenmeter geht es im Galopp über Schotter…eine ganz spezielle PdG steht bevor.

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Und hier ein „Best Of“ aus den Bildern der vergangenen Jahre:

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