Nervenkitzel beim Staffelbewerb in La Massana – Weltmeisterschaft in Andorra

Am zweiten Tag der Weltmeisterschaften in Andorra wurden die Athleten und Athletinnen heute im Relay Race gefordert. Zwar konnte heute kein WM-Gold mitgenommen werden, jedoch lieferten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein mindestens genauso spannendes Rennen wie gestern! 

Nachdem Julian Tritscher gestern erfolgreich Gold für Österreich im Sprint-Bewerb geholt hat, ging die Weltmeisterschaft heute mit dem Staffelbewerb weiter. Insgesamt 8 Nationalteams starteten heute in der Altersgruppe Jugend in das Relay Race. Das österreichische Team setzte sich aus Lisa Rettensteiner, Andreas Mayer und Julian Tritscher zusammen. Nach einem schwierigen Start von Lisa Rettensteiner, die als erste startete und gegen starke Gegnerinnen kämpfen musste, konnten die Nachwuchstalente einen Platz aufholen und das Rennen mit dem fünften Platz hinter der abschließen. Das Schweizer Jugendteam gewann die heutige Staffel vor Italien, Spanien und Frankreich.

„Die Startläuferinnen waren echt stark, da war es schwer mitzukommen. In der Tragepassage haben meine Oberschenkel gebrannt, aber ich habe es geschafft.“

sagte Lisa Rettensteiner zu ihrem Lauf.

Andreas Mayer konnte nach der Übergabe von Rettensteiner einen hervorragenden Start hinlegen und den Andorraner Palmitjavila Dourdet überholen.

„Ich wusste, der Andorraner war stark ich sah, er war nur 30 Sekunden vor mir. Dann legte ich alles daran, ihn zu packen. Im zweiten Anstieg habe ich ziemlich gelitten, aber ich konnte den fünften Platz an Julian übergeben.“

Julian Tritscher nach seiner Performance:

„Mein Ziel war es einfach, den fünften Platz zu halten.“

Den fünften Platz konnte Tritscher halten, obwohl im seine Konkurrenten dicht auf den Fersen waren. Wir freuen uns über die gute Leistung und gratulieren herzlich zu den Performances des österreichischen Nachwuchsteams!

In der Altersgruppe Senior Men traten 7 Nationalteams zur heutigen Staffel an. Für Österreich liefen Daniel Zugg, Daniel Ganahl, Jakob Herrmann und Christian Hoffmann und lieferten sich ein äußerst spannendes Rennen mit Italien, Frankreich, der Schweiz und Spanien. Daniel Zugg startete als erster Österreicher und lieferte sich gleich zu Beginn ein Kopf an Kopf-Duell mit dem Italiener Nicolo Canclini. Schließlich übernahm Canclini die Führung und Zugg lief als Zweiter ins Ziel. Er übergab an Ganahl, der jedoch verlor sein Fell fast beim Start und wurde deshalb vom Franzosen Xavier Gachet überholt. Während Ganahl versuchte, Gachet auf den Fersen zu bleiben, wurde er auch noch von dem Schweizer Arno Lietha überholt. Nun auf Platz drei versuchte Ganahl noch einmal, alles zu geben und konnte sich wieder auf den zweiten Platz vorkämpfen. Michele Boscacci führte bei der Einfahrt zum Ziel, Frankreich und Österreich kämpften in der Wechselzone vor der Übergabe um den zweiten Platz. Lietha kam eine Sekunde vor Ganahl ins Ziel, Ganahl übergab an Jakob Herrmann und die beiden legten einen guten Wechsel hin.  Das nächste Duell lieferten sich Herrmann und Marti im ersten Aufstieg. Jakob Herrmann fiel auf den vierten Platz zurück, hinter Antonioli, Marti und Anselmet. Herrmann konnte als Vierter an Hoffmann übergeben, der nun versuchte, diese Platzierung zu halten. Im letzten Anstieg wurde Hoffmann vom Spanier Azalee Sanchez überholt, konnte sich aber wieder auf den vierten Platz zurück kämpfen. Italien führte unangefochten, Österreich kam hinter der Schweiz und Frankreich als vierte Mannschaft ins Ziel. Ein sehr spannendes Rennen, in dem die Österreicher leider nur knapp das Podium verfehlten.

Zu seinem Fehler nach der Übergabe sagt Daniel Ganahl:

 „Ich hab im Startbereich gleich souverän mein Fell verloren. Nein Scherz beiseite, dieser Fehler hat mich richtig motiviert und ich hab dann in der Tragepassage einfach alles gegeben und konnte dem Jakob dann als Zweiter übergeben.“

Jakob Herrmann hat nach dieser Staffel großes Lob für seinen Teamkollegen Daniel Ganahl übrig:

„Ich war heute richtig überrascht von Daniel. Als ich ihn in der Tragepassage gesehen habe, habe ich mir echt gedacht: wow, sensationelle Leistung. Da wird heute wohl ein Bier für den Dani auf mich gehen.“

Zu seiner eigenen Leistung sagt der Salzburger, der gerade sein Comeback verübt:

„Ich bin ziemlich gleichzeitig mit Sevennec im Start weggelaufen, aber die Schweizer waren auch so dicht hinter uns. Dann habe ich einfach versucht, mich richtig zu quälen und keine Fehler zu machen und den vierten Platz zu halten und hoffte auf Christian, dass er den vierten Platz ins Ziel bringt.“

Auch Christian Hoffmann ist mit dem Ergebnis der Mannschaft zufrieden:

„Ich weiß natürlich, dass die zwei Daniels hier die Basis gelegt haben, die waren echt super schnell. Für mich war es echt ein total hartes Rennen, als Nicht-Sprinter ist es für mich schwierig, auf so einer kurzen Distanz alles zu geben. Ich bin zufrieden und ich glaube, wir können stolz auf unseren vierten Platz sein.“

Ein tolles Ergebnis für die österreichischen Herren, das sich sehen lassen kann. Wir gratulieren ganz herzlich zu diesem Erfolg!

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