Pierra Menta 2021 – ISMF Langdistanz-Weltmeisterschaft

Die berühmte Pierra Menta, ein 2er Teamrennen im französischen Areches Beaufort, wurde heuer als ISMF Langdistanz-Weltmeisterschaft ausgetragen. ISMF und LGC hatten sich im Frühling auf diese Art der Kooperation geeinigt. Der Titel der WM ermöglichte nun den Veranstaltern, trotz Pandemie einen Bewerb – wenn auch eingeschränkt – durchzuführen.

Eingeschränkt auf nur einen Tag und ausschließlich auf die Weltmeisterschaft wurde die Strecke der ISMF Langdistanz als 35. Pierra Menta auf knapp 3.500 Höhenmetern an nur einem Tag durchgeführt. Trotz eher bescheidenem Wetter in der Nacht auf heute mit Regen, Blitz und Donner zauberten die Veranstalter eine alpine Strecke mit 5 Anstiegen und drei Tragepassagen, die dem Ruf des berühmten Rennens gerecht wurde. Die Erfahrung der Organisatoren hat sich heute ausgezahlt!

Das Rennen der Herren war zwar in der Hand der Favoriten, aber fast hätte es vom Podest Rot-Weiß-Rot geleuchtet. Das italineische Team Davide Magnini/Michele Boscacci siegte in 3:28:25 Stunden recht deutlich vor den Schweizern Remi Bonnet/Werner Marti (2. in 3:33:18), die sich bis zuletzt um die Ränge mit den Italienern William Bofelli/Nadir Maguet (3. in 3:33:32) und dem einzigen Österreichischen Team Jakob Herrmann/Christian Hoffmann (4. in 3:34:07) ritterten.

Für die Österreicher ein überraschend gutes Ergebnis. Herrmann hatte nach der durch Verletzungspech von Kilian Jornet verlorenen Ausgabe 2018 im Folgejahr das Rennen ausgelassen, 2020 folgte eine Corona-bedingte Absage. Für die diesjährige Ausgabe plante Herrmann die Teilnahem zusammen mit Armin Höfl, der allerdings durch Verletzung immer noch ausgefallen ist. Der Start zusammen mit Christian Hoffmann und vor allem das hervorragende Ergebnis sind ein unglaublicher Leistungsbeweis des 46jährigen Oberösterreichers, dies bestätigt Jakob Herrmann telefonisch im Ziel:

„Es ging heute sehr gut, das Tempo war nicht extrem und wir hatten eine gute Vorbereitung und Versorgung im Rennen. Hut ab vor Hoffi, den ich zwar ab und zu ans Seil nahm und ihn unterstützte, aber er hat wirklich voll draufgedrückt und hat nichts anbrennen lassen. In den Abfahrten ging es nicht mit Vollgas, hier haben wir ein mögliches Podium vergeben. Trotzdem sind wir mit dem Ergebnis  extrem zufrieden, denn ich hatte einen Top5 Platz als mögliches Ziel zwar im Kopf, aber dass es dann ein 4. Platz wird ist wirklich gut, damit haben wir nicht gerechnet.“

Die Deutschen Herrenteams platzierten sich wie folgt: Stefan Knopf/Marc Dürr Platz 15 (3:56:57), Christoph Wachter/Finn Koch Platz 19 (4:16:11).

Das Österreichische Damenteam feierte bei der Premiere gleich einen Achtungserfolg. Theresa Kober/Stepanie Kröll waren beide erstmals bei einem LGC Rennen dabei, die alpinen Umstände und die Distanzen sind dabei sehr fordernd. Die beiden Damen setzten ließen sich mit großem Optimismus aber nicht einschüchtern, beendeten das Rennen auf Platz 8 in einer Zeit von 4:38:59 Stunden.

Die Freude der beiden hat Betreuer Josef Gruber im Ziel eingefangen:

Einen Start-Zeil Sieg fuhr das italienische Damenteam Giulia Murada/Alba de Silvestro in 4:15:08 ein, gefolgt von Mara Martin/Ilaria Veronese auf Platz 2 (4:18:58) und den Französinnen Lora Bonnel/Axelle Mollaret auf Platz 3 (4:20:28).

Update 12.3.2021 19:45: offizielle Ergebnisse online!

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