Bildbericht vom Sprint beim Weltcup-Finale

Super Location, tolles Wetter, sehr gute Schneeverhältnisse – Madonna di Campiglio hat am ersten Tag des ISMF Weltcup-Finales geliefert. Aber wie haben sich die österreichischen und deutschen AthletInnen im Sprint-Bewerb geschlagen?

Die Stimmung in den zwei Nationalteams war bei der gestrigen Anreise sehr gut. Nach einer lockeren Trainingseinheit war die Motivation für das heutige Rennen sehr hoch. Von den österreichischen Athleten gingen fünf Personen an den Start: Julian Tritscher (U18), Andreas Mayer und Paul Verbnjak (beide U20) sowie Daniel Zugg und Daniel Ganhal (beide SENIOR). Die deutschen Kollegen nominierten drei SENIOR-AthletInnen: Jacqueline Brandl, Tatjana Paller und Stefan Knopf.

WC Madonna Vorab Motiv 050 Bild Nils Lang LR

Vor allem bei den JUNIOREN haben sich, der frisch gebackene U18 Sprint-Weltmeister Julian Tritscher aus der Steiermark und der im Sprint-Gesamtweltcup topplatzierte Kärntner Paul Verbnjak sehr gute Chancen ausgerechnet. In der Kategorie SENIOR MEN hatten Daniel Zugg und Stefan Knopf schon einige Top-Ergebnisse in dieser Saison gezeigt. Also war das Ziel, beim Weltcup-Finale nochmal alles zu geben. Und auch Tatjana Paller ist einer tollen Form und hatte sich für heute einiges vorgenommen.

Die Streckenführung war relativ kurz gehalten. Nach einer ersten, nur leicht ansteigenden Aufstiegspassage wurden die Tourenski „geschultert“ und ein Höhenunterschied von ca. +15 Metern im Laufschritt bergauf absolviert. Für den darauffolgenden etwas steileren Aufstiegsabschnitt, wurden die Tourenski wieder angeschnallt und die restlichen Höhenmeter durch einen geschwungenen Korridor absolviert. Last but not least folgte eine flotte Abfahrt mit wenigen Richtungsänderungen bis ins Ziel.

WC Madonna Vorab Motiv 079 Bild Nils Lang LR

Beim Sprint läuft jeder/jede AthletIn zuerst alleine einen Qualifikations-Run auf Zeit. Diese Rundenzeit ist maßgebend dafür, an welcher Position man dann im darauffolgenden Heat-Raster starten darf. Nach der Qualifikation zeigte sich die Situation sehr vielversprechend. In der Kategorie Seniors war Tatjana Paller die schnellste Läuferin und ihr Teamkollege Stefan Knopf erarbeitete sich Platz 3 bei den Herren. Auch Julian und Paul waren bei den Junioren flott unterwegs und schafften es auf Rang 2 und 5 in der Quali.

WC Madonna Sprint Motiv 081 Bild Maurizio Torri LR
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Doch im Sprint-Bereich kann viel passieren, da herrschen besondere Gesetze – eine gute Schnellkraft, eine saubere Equipment-Handling-Technik und ein bisschen Glück braucht man an einem Renntag schon, um eine realistische Chance auf ein Stockerlplatzerl haben zu können. Bei den JUNIOREN schaffte es Andreas Mayer leider nicht in den finalen Heat-Bewerb – in der Tageswertung erreichte er somit Platz 14. Für Paul Verbnjak war im Halbfinale Endstation und schlussendlich wurde es für den jungen Kärntner (nur) Platz 12. Weltmeister Julian Tritscher kämpfte sich bis ins Finale. Obwohl er ein beherztes Rennen lief, waren die Top3 Plätze heute nicht in Reichweite. Er landete final auf dem sehr guten 5. Rang. Den Sieg in dieser Kategorie holte sich der Schweizer Matteo Favre vor dem Italiener Rocco Baldini und einem weiteren Schweizer, nämlich Tobias Donnet. Die Kristallkugel im Sprint U20 holt sich der Schweizer Leo Besson.

Das Resümee von Julian nach dem ersten Renntag ist sehr positiv: „Ich bin total happy. Platz 5 im Sprint ist mein bestes Weltcup-Ergebnis. Die kurze Strecke ist mir sehr entgegengekommen. Ich hab mich in der Quali und auch in den Heat-Läufen sehr gut gefühlt. Im Finale waren die anderen dann ein bisschen stärker sodass es für mich nicht aufs Stockerl gereicht hat. Aber es stehen noch zwei Rennen an und da möchte ich noch jeweils eine solide Leistung abliefern.“

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WC Madonna Sprint Motiv 002 Bild Maurizio Torri LR

In der Kategorie SENIOR WOMEN war für Jacqueline Brandl im Viertelfinale Schluss und das heißt letztendlich Platz 21 für die junge Deutsche. Ihre Teamkollegin Tatjana Paller schaffte es bis ins Halbfinale, verpasste dort aber ganz knapp den Einzug ins Finale. Als Endplatzierung im Sprint darf sie den sehr guten 7. Platz notieren. Den Tagessieg holt sich die Slowakin Marianna Jagercikova vor der Italienerin Mara Martini und der Schweizerin Marianne Fatton, die sich damit auch die Sprint-Kristallkugel sichert.

Bei den SENIOR MEN lief es ähnlich wie bei den Frauen. In diesem Fall schieden Daniel Zugg und Daniel Ganahl leider schon im Viertelfinale aus. Mit den Tagesplatzierungen 19 und 27 werden sie wahrscheinlich nur mäßig zufrieden sein. Der Deutsche Stefan Knopf war drauf und dran ins Finale einzuziehen – doch auch er verpasste den Endlauf nur knapp. Final darf er, wie seine Teamkollegin, einen sehr guten 7. Platz im Sprint mit nach Hause nehmen. Den Bewerb in Madonna gewinnt der Schweizer Arno Lietha vor dem Italiener Nicolo Canclini und dem Franzosen Thibault Anselmet. Den Sprint-Gesamtweltcup holt sich ebenfalls der Schweizer Lietha. An der Stelle sei erwähnt, dass er offiziell in der U23-Kategorie laufen würde – von dem jungen Kerl werden wir in den nächsten Jahren noch einiges erwarten können.

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WCMadonnaSprint ArnoLietha NilsLang LR0116 2

Für den Sprint-Gesamtweltcup ist zu erwähnen, dass zwei österreichische U20-Athleten unter die Top-10 gekommen sind. Julian Tritscher erreicht gesamt Platz 1o und Paul Verbnjak reiht sich auf Platz 6 ein. Bei den SENIORS sind es ebenfalls zwei Athleten mit Top-10-Ergebnissen – der Vorarlberger Daniel Zugg wird gesamt 8ter und Stefan Knopf schließt die Saison auf Rang 6 ab.

Die finalen Sprint-Ergebnislisten aus Madonna die Campiglio sind hier zu finden.

Morgen Freitag (26.03.) werden die Tages- und Gesamtweltcup-Entscheidungen im VERTICAL-Bewerb ausgetragen.
… also stay tuned z.B. im LIVE-TICKER at www.skimo.at

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