POMOCA verringert seinen ökologischen „Fellabdruck“ und setzt auf Transparenz

Die Bergsportindustrie ist in den vergangenen Jahren durch die Verwendung von PFC bzw. PFA S, ausgeschrieben sind das Per- und Polyfluorierte Alkylverbindungen, in ein schräges Licht gekommen. POMOCA verzichtet nun als erster Fellhersteller auf die Verwendung dieser Chemikalien.

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PFC wird in weiten Bereichen bei der Herstellung von wasserdichten Membranen für Bekleidung, bei der Herstellung von Skiwachs und bei der wasserabweisenden Beschichtung von Material verwendet. Die Materialien stehen seit langem in Verdacht, krebserregend zu sein. Während noch vor wenigen Jahren Alternativen rar waren – wir erinnern uns, dass NIKWAX eine der ersten Firmen waren, die das Problem erkannt und vermieden haben – ist das Problembewusstsein stark gewachsen.

Auch bei Steigfellen für das Skibergsteigen ist die Imprägnierung wichtig, das Fell soll sich ja nicht „ansaufen“. der Schweizer Fellhersteller POMOCA hat versucht, hier Abhilfe zu schaffen und hat ab dieser Saison nur noch PFC-freie Felle im Angebot, wie wir erfahren durften. Gerne veröffentlichen wir die positive Pressemeldung:

Aus den Weltmeisterschaften im Skibergsteigen im März 2019 ging POMOCA als heimlicher Sieger heraus: Zwei Drittel aller Podestplätze erkämpften sich Athleten, die mit den Steigfellen des Schweizer Unternehmens ausgerüstet waren. Kurz: 40 Athleten gewannen auf Fellen von POMOCA insgesamt 55 Medaillen. Mit mehr als 85 Jahren KnowHow in der Entwicklung und Herstellung von Skitourenfellen, stehen die Produkte des Fell-Marktführers für Funktion und Performance. POMOCA setzt nun ein weiteres wichtiges Ziel um: Ab der Wintersaison 2020/21 verzichtet der Hersteller bei der Fertigung seiner Felle zu 100 Prozent auf umweltschädliche per- und polyfluorierte Chemikalien, bekannt als PFC. Zeitgleich können Kunden ab sofort über „Track your skin“ die Herkunft sowie die Produktionskette ihres Steigfells mittels Produkt-Code nachverfolgen. Die Marke setzt damit konsequent auf die Verringerung des ökologischen Fußabdrucks – ohne Verzicht auf höchste Ansprüche bei Funktion und Performance.

Die so genannten PFOAs (Perfluoroctansäuren, auch C8 genannt) sind Substanzen, die zur Gruppe der Perfluorkohlenwasserstoffe (PFCs) gehören. Diese verwenden Hersteller, um die Wasserfestigkeit sowie die Gleitfähigkeit von Steigfellen zu verbessern. Der Einsatz von PFCs ist technisch zuverlässig, aber umweltschädlich. PFCs sammeln sich langfristig im Boden, im Wasser und in der Luft an und viele dieser PFCs gelten als toxisch. Sie beeinflussen das Hormon- wie Immunsystem und stehen im Verdacht, das Krebsrisiko zu erhöhen. Um die Verträglichkeit für Umwelt und Mensch zu verbessern, entwickelt POMOCA seit fünf Jahren Skitourenfelle, die ohne PFOAs auskommen, aber dennoch keine Abstriche bei Steigfähigkeit und Gleiteigenschaften machen. Ab dieser Wintersaison stellt die Marke seine Entwicklung um und verzichtet bei allen Steigfellen komplett auf PFCs. Mit dem Climb Pro Mohair etablierte POMOCA bereits 2017 das erste rutschfeste Fell auf dem Markt, das für die wasserdichte Behandlung auf EverDry 3.0 ohne perfluorierte Verbindungen setzte. Mit Erfolg: Jahrelange Tests im Labor sowie im Schnee zeigen, dass sich bei Steigfellen Performance und Umweltschutz kombinieren lässt. Die PFC-freie Beschichtung EverDry 3.0 macht die Felle wasserabweisend und schützt zuverlässig vor Stollenbildung auf den Steigfellen. POMOCA setzt ab sofort bei allen Steigfellen auf die bewährte, umweltfreundlichere Beschichtung.

Mit „Track your Skin“ macht POMOCA die Produktion für Kunden transparent Jedes Fell aus dem Hause POMOCA ist mit einer individuellen Tracking-Nummer versehen. Unter www.pomoca.com/ track-your-skin gibt die Marke unter Eingabe dieser Nummer Einblicke in den Herstellungsprozess des jeweiligen Fells. Kunden erfahren, von wem und mit welchen Produktionsschritten ihr Steigfell gefertigt wurde. Für alle Skitourenfelle von POMOCA gilt: Made in Switzerland. Ebenso wie in der Produktion, setzt POMOCA auch bei der Materialherkunft auf Transparenz.

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„Wir übernehmen die Verantwortung für die von uns verwendeten Rohstoffe und achten auf Umweltverträglichkeit und Tierwohl. Deshalb besuchen wir unsere Lieferanten, um persönlich zu überprüfen, ob die Angoraziegen, von denen die verwendete Mohairwolle stammt, gut und artgerecht behandelt werden.“

Josep Castellet, General Manager von POMOCA

Ein Top- Ansatz, wie wir hier in der Redaktion von SKIMO Austria meinen. Daumen hoch!