Weltcup Andorra Tag 2: das Vertical

Der zweite Wettkampftag in Arinsal/Andorra brachte das erste Vertical Rennen des WÜRTH MODYF ISMF World Cup 2022/23. Unglücklicherweise gab es nicht das klassische Arinsal Vertical. In der Nacht vor dem Rennen entschied das Organisationskommittee, das Rennen wegen des zu erwartenden starken Windes zu verkürzen. Das Ziel war nach aungefähr auf halber Strecke nach 360 Verticalmestern angesetzt.

Die kurze Strecke versprach ein dynamisches Rennen schon von den ersten Metern. Das Damenrennen startete mit hohem Tempo. Axelle Gachet-Mollaret kontrollierte die Situation an der Spitze des Damenfeldes, alle anderen Starterinnen warteten auf ihre Attacke. Sie erhöhte wie erwartet die Schlagzahl, gewann Meter für Meter Abstand und zeigte absolute Dominanz im heutigen Bewerb. Schließlich gewann sie mit einem komfortablen Vorsprung.

„Das Rennen war kürzer als gewohnt. Ich startete nicht zu schnell, sparte mir Energie für das Ende. Der Wind war stark, aber die Temperaturen nicht so niedrig wie ich es erwartet hätte. Zwei Siege in zwei Rennen, ich bin zufrieden mit dem Wochenende.“

Axelle Gachet-Mollaret

Gachet-Mollarte setzte sich mit dem Sieg an Position zwei des Gesamtweltcups. Die zweite an der Ziellinie war Sarah Dreier, die eine exzellente Aufholjagd zeigte, nachdem sie am Start den Ski verloren hatte. Die Französin Celia Perillat-Pessey, die aktuell den Gesamtweltcup anführt, komplettierte das Podium an dritter Stelle und setzte damit ihre bisher beste Saison fort.

Bonnet siegte im typischen Stil

Auch das Herrenrennen startete mit hohem Tempo. Oriol Cardona Coll (ESP) und Nadir Maguet (ITA) versuchten zu attackierne, aber der Favorit Remi Bonnet (SUI) blieb ruhig. Er plante seine Attacke genau, und keiner konnte ihm folgen. Im Ziel hatte er eine halbe Minute Vorsprung auf Maximilien Drion du Chapois (BEL).

„Ich war wirklich motiviert nach dem zweiten Platz im gestrigen Rennen. Ich habe hier die letzten dreimal gewonnen. Dieser Bewerb passt mir gut, und ich will den Erfolg in den nächsten Jahren wiederholen. Ich glaube, dass ich in der Form meines Lebens bin, also will ich eine gute Saison abliefern.“

Remi Bonnet

Bonnet ist aktuell zweifellos der stärkste Athlet im Aufstieg sowohl im Sommer als auch im Winter.

Als zweiter im Vertical und dritter im Individual lieferte Maximilien Drion du Chapois das beste Wochenende seiner Karriere ab. Er ist nun dritter in der Weltcup Gesamtwertung und voll motiviert für die zweite Saisonhälfte. Das Podest wurde durch Thibault Anselmet (FRA) komplettiert.

Österreicher mit Podestplatz, 2 x Top10 und zufriedenem sportlichen Leiter

Die Österreicher lieferten beim heutigen Rennen sehr gute Ergebnisse. Allen voran Sarah Dreier, die mit Platz 2 – nach einem Missgeschick am Start – hervorragend aufzeigte. Ebenso sehr gut unterwegs war Johanna Hiemer, die mit Platz 6 ihr bestens bisher bestes Weltcup-Ergebnis lieferte.
Bei den rot-weiß-roten Herren sorgte Paul Verbnjak mit Rang 9 wieder für ein Top10 Ergebnis. Für Georg Wörter, den sportlichen Leiter des ÖSV Teams, waren diese Platzierungen und der Top10 Platz von gestern Grund für großes Lob an die Athleten:

„Andorra war ein super starkes Wochenende für die gesamte Mannschaft und wichtig für das Selbstvertrauen. Nach dem intensiven Training über den Sommer konnten wir die Leistungen jetzt auch im Weltcup umsetzen und richtig gute Ergebnisse, sowohl im Individual als auch im Vertical, erzielen. Der Stockerlplatz von Sarah war eine zusätzliche Bestätigung der Vorbereitungsleistungen und zeigt, dass sie absolut um die vordersten Plätze mitkämpfen kann und auch für die WM eine Medaillenkandidatin ist.“

Georg Wörter

Der WÜRTH MODYF ISMF World Cup setzt sich fort in der zweiten Februarwoche in Morgins (SUI). Der vierte Stopp des Zirkus wird entscheidend sein für den Gesamtweltcup-Stand, weil alle drei Disziplinen – Sprint , Vertical und Individual – am Programm stehen.
Für die Österreicher stehen am kommenden Wochenende die Staatsmeisterschaften im Vertical und Individual im Rahmen der Erztrophy in Werfenweng am Plan.

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