Kampf um den Titel der „Masters World Championships“

Das vergangene Wochenende stellt einen Meilenstein für die Geschichte des Skibergsteigens dar. Zum allerersten Mal wurde von der ISMF ein „Masters World Championship“ durchgeführt. Dafür wurden in Frankreich ein Individual Race und ein Vertical Race organisiert. 

Superdévoluy, ein Skiresort in den französischen Alpen, hat sich bereits 2018/2019 als einer der Standorte des Weltcups bewiesen und wurde nun für diese besondere Weltmeisterschaft als Austragungsort ausgewählt. Am Samstag, 13. Februar 2021, wurde das Vertical Race, in welchem die Athleten und Athletinnen rund 600 Höhenmeter zu bewältigen hatten, durchgeführt. Am Sonntag, 14. Februar 2021, folgte das Individual Race. Die erste Weltmeisterschaft für Masters war ein voller Erfolg.

Internationaler Kanon erfahrener Profis

Athleten und Athletinnen aus aller Welt reisten nach Südfrankreich, um an der ersten Weltmeisterschaft dieser Ausführung anzutreten. Nicht nur reguläre Master, zu welchen Athleten und Athletinnen ab einem Alter von 46 Jahren zählen, sondern auch sogenannte „Pre-Masters“, Spitzensportler über 35 Jahren, wurden zu den beiden Rennen zugelassen. Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus insgesamt neun Nationen, darunter Belgien, Bulgarien, Spanien, Polen, Portugal, Schweiz, Slowakei, das Vereinigte Königreich und natürlich das Gastgeberland Frankreich, machten die Weltmeisterschaft zu einem internationalen Erfolg.

Das Wetter meinte es gut mit den Masters im Skibergsteigen und ließ sie viele Sonnenstunden erleben. Der Nebel, der am Freitag im Tal hing, verzog sich im Laufe des Tages. Die Sieger wurden nicht nur mit Blumen und Medaillen, sondern auch mit Schneefall gekührt, der am Nachmittag einsetzte. Zum Individual wurden die Athleten und Athletinnen bereits mit Sonnenstrahlen begrüßt.

Heimsiege dominieren die Siegerlandschaft

Frankreich dominiert die Siegesliste und kann sich über mehrere Heimsiege freuen. Alle Podiumsplätze der Männer in beiden Rennen wurden von französischen Athleten belegt. Yoann Caillot gewann das Vertical mit fast zwei Minuten Vorsprung vor seinen Landsmännern Ludovic Pommeret und Lionel Bouzon. Das Individual gewann Pommeret vor Bouzon und Caillot.

Bei den Damen konnte Mélanie Rousset (FRA) das Individual für sich entscheiden. Ihre französische Kollegin Alice Chaix kam mit über 20 Minuten später als zweite ins Ziel, Drittplatzierte ist Marga Dorato (FRA). Im Vertical Race gewann Chaix vor Dorato.

Marianna Jagercikova holte sich sowohl im Vertical als auch im Individual den Sieg in der Alterskategorie „Pre-Masters“. Die Slowakin verfehlte in der vergangenen Saison am Jennerstier nur knapp das Siegespodest. Im Vertical belegte die Polin Agnieszka Kontor-Mazan mit über fünf Minuten Rückstand den zweiten Platz, dahinter lief die Französin Elise Perrin ins Ziel. Im Individual lief Perrin als zweite ins Ziel, gefolgt von Kontor-Mazan.

Die „Masters Word Championship“ ist keine Eintagsfliege

Nur durch die Zusammenarbeit eines kompetenten und engagierten lokalen Teams mit dem französischen Nationalverband (FFME) und der Supervision internationaler Schiedsrichter konnte dieses Event realisiert werden. Die Veranstalter, insbesondere Pierre Dupont, der Vize-Präsident der Abteilung für Sport und Events des ISMF, sind nach einem erfolgreichen Wettkampfwochenende mehr als zufrieden. Ein erfolgreiches Rennwochenende ist erfreulich und lässt die Veranstalter zuversichtlich auf eine Fortsetzung dieses Rennformats blicken. Das zweite „Masters World Championship“ ist für 2022 geplant.

Ergebnisse Vertical

Ergebnisse Individual

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