Pinzgau-Trophy: ÖM Vertical und Sprint am 13./14.02.2021

In ganz Österreich gibt es 2020/21 wohl keinen einzigen Wettkampf für Skibergsteiger. Ganz Österreich? NEIN, ein kleines Dorf im Pinzgau hält dagegen und veranstaltet am 13./14.2. ein Vertical und einen Sprint. Und es gibt sogar teilweise die Chance zur Teilnahme von aktuellen Nicht-Kader-Athleten! Wie nennt man das dann? PINZGAU-TROPHY bzw. eigentlich Schönleiten-Trophy, weil deren bewährtes Kern-Team die beiden Rennen organisieren wird.

Der Haupt-Übeltäter, warum jetzt die Athleten zum 7. Mal in den letzten 7 Jahren nach Viehhofen (oder je nach Schneelage Saalbach, Hinterglemm oder Leogang) fahren müssen, um sich ihre Medaillen zu erkämpfen, ist der in der Wettkampfszene nicht ganz unbekannte Peter Gruber, der innerhalb weniger Tage mit seinen Geschwistern und Freunden alles dafür in die Wege geleitet hat.

Ablauf und Programm

Am Samstag wird um 15:00 Uhr das Vertical bei der Talstation der Schönleiten-Gondelbahn in Saalbach gestartet. Dort geht es auf der Skipiste steile 980 HM auf nur ca. 3 km hinauf zur Bergstation beim Wildenkar-Gipfel. Die Steigung beträgt durchgehend ca. 30 %, weshalb eine Siegerzeit um die 35 Minuten erwartet wird. Der Sprint wird am Sonntag im Tal in Viehhofen stattfinden. Die Qualifikation wird voraussichtlich um 10:30 Uhr starten, die Finalläufe ca. um 11:30 Uhr.

Leider darf nicht jeder

Aufgrund der aktuellen Gesetz ist heuer Wettkampfsport wirklich nur für Spitzensport-Athleten möglich und diese werden in Österreich sehr präzise definiert. Die Fachverbände, fürs Skibergsteigen also der ÖSV, haben Kaderlisten (auf ÖSV- und Landesverbandsebenen) ans Bundesministerium für Inneres gemeldet und nur wer sich in dieser Liste befindet, gilt als Spitzensportler und darf in Saalbach/Viehhofen starten.

Da es aber 2021/22 hoffentlich wieder normal werden soll und es auch dann ÖSV- und Landeskader geben soll, gelten die ÖM gleichzeitig auch als Kader-Sichtungsrennen für die nächste Saison. Vom ÖSV dürfen daher ca. 20 zusätzliche Athleten genannt werden, die für eine Kaderqualifikation in Frage kommen. Das ist kein Schlupfloch und die 20 zusätzlichen Athleten müssen bereits vorher entsprechende Leistungen vorweisen können. Entweder aus dem Vorjahr oder sogar im Rahmen einer Vorqualifikation auf der tatsächlichen Rennstrecke. Der (recht komplizierte) Ablauf dazu wird auf der Website www.pinzgau-trophy.at ausführlich erklärt.

Daher gibt es eigentlich auch gar kein richtiges Anmeldeformular, weil man ohnehin direkt mit Peter Gruber Kontakt aufnehmen muss.

Sehr, sehr kompliziert

Insgesamt wird es heuer sehr kompliziert und bürokratisch ablaufen. Schuld ist natürlich wieder Corona und konkret für diese Meisterschaften der Umstand, dass die Bewerbe aufgrund der gleichen Regeln und Präventions-Konzepte wie zB das Hahnenkamm-Rennen oder Schladminger Nachtslalom durchgeführt werden müssen, weil alles unter die gleiche Spitzensport-Verordnung fällt. Die Vorschriften werden aber sowohl vom ÖSV als auch vom durchführenden Schiklub Viehhofen strikt eingehalten werden, weil man will keine Anzeigen riskieren, weder für Veranstalter noch für die (leider weniger als sonst üblichen) Teilnehmer.

Noch Fragen?

Selbst wenn man die Website genau durchliest ergeben sich sicherlich noch einige Fragen, die natürlich gerne von Peter Gruber beantwortet werden. Die Kontaktinformation finden sich auf der Website.

Peter Gruber, 28.01.2021, peter.gruber@oesv.at