Toni Palzer und seine Saisonpläne

Toni Palzer hat am letzten November-Wochenende am Kitzsteinhorn das erste Skitourenrennen der Saison souverän gewonnen. Sein Ziel für den Winter steht fest: „Ich will endlich den Gesamtweltcup gewinnen!“ Mit 24 Jahren gehört er zur absoluten Weltspitze in seiner Sportart. Nach den Erfolgen der letzten Jahre in den unterschiedlichen Disziplinen (Vertical, Individual, Sprint und Team) wird er von Experten zurecht als der derzeit kompletteste Skibergsteiger der Welt bezeichnet.
Toni Palzer am Kitzsteinhorn _ Bild Harald Wisthaler
  • Toni Palzer _ Bild Richard Bord
  • Toni Palzer am Kitzsteinhorn _ Bild Toni Palzer, DAV

Toni Palzer wird erwachsen

Nicht nur körperlich ist aus dem Spargeltarzan von früher ein gestandener Skibergsteiger geworden, sondern auch mental. „Vom Kopf her bin ich auf alle Fälle viel stärker geworden. Ich habe in den letzten Jahren, vor allem im letzten Winter, so viele Höhen und Tiefen erlebt. Da gehst einfach entspannter in die neue Saison, Ich weiß was ich kann und mittlerweile ist mir auch klar, egal was kommt, so schlimm wird’s schon nicht.“

Im Unterschied zu den letzten Jahren glaubt Toni, dass er qualitativ noch besser trainiert hat. „Früher habe ich immer geglaubt, viel hilft viel. Da bin ich 6 Tage hintereinander jeweils 4.000 Höhenmeter gelaufen. Aber mit der Zeit merkst du einfach, dass das ein Blödsinn ist. Naja, man lernt nie aus!

China is calling

Der erste Weltcup hat in dieser Saison gleich zwei Besonderheiten. Erstmalig findet ein Weltcuprennen in China statt (Provinz Hebei). Und das Rennen kommt besonders früh daher, nämlich Toni Palzer am Kitzsteinhorn _ Bild Toni Palzer, DAVbereits Mitte Dezember. „Ja klar ist das cool, dass mich mein Sport mal nach China bringt. Aber es ist schon eine extreme Belastung mit der weiten Anreise und der Zeitverschiebung. Da muss ich ja erstmal drei Tage durchschlafen, wenn ich wieder heimkomme. Bin gespannt was da meine Freundin sagt“, erklärt Toni die Besonderheiten des Weltcup-Auftakts. Dennoch kann er sich das Rennen nicht entgehen lassen, weil es um wichtige Punkte für den Gesamtweltcup geht.
Die Aussichten, dass Skibergsteigen 2022 in Peking olympisch wird, stehen im Moment gar nicht schlecht. „Ich befürchte, dass es nicht nur positive Folgen für den Sport hat. Wir sehen es ja in anderen olympischen Sportarten, dass es da ganz schön zugeht, was das Doping anbelangt. Auf der anderen Seite ist Olympia natürlich brutal wichtig für die Nachwuchsförderung. Also, wenn ich 2022 noch schnell bin dann gehe ich schon an den Start“, gibt Toni zu.

Skimo Newsletter

Partner

Projektsponsoren