Alles zum Thema Skitouren Fell – Besuch bei Koch Alpin / Contour

Koch Alpin Contour Steigfelle Motiv 12 Bild SKIMO Austria Karl Posch
  • Koch Alpin Contour Steigfelle Zuschnittwerkzeug für CONTOUR Hybridfelle Bild SKIMO Austria Karl Posch
  • Koch Alpin Contour Steigfelle Hochfrequenzschweissung bei den Fellenden Bild SKIMO Austria Karl Posch
  • Koch Alpin Contour Steigfelle Motiv 15 Bild SKIMO Austria Karl Posch
  • Koch Alpin Contour Steigfelle Motiv 16 Bild SKIMO Austria Karl Posch
  • Koch Alpin Contour Steigfelle Motiv 17 Bild SKIMO Austria Karl Posch

Wie funktioniert ein Skitouren Steigfell nach unten zum Schnee?

Im unbelasteten Vorwärtsschritt gleitet das Fell über den Schnee. Nach Belastung stellen sich die Fasern nach hinten auf und verhindern ein zurückrutschen, es tritt die so genannte „statische Haftung“ ein. Als Grundsatz für alle Steigfelle kann gesehen werden: das Naturhaar Mohair gleitet und steigt gut, hat jedoch kürzere Lebensdauer. Mixfelle gleiten und steigen schlechter, halten dafür aber wesentlich länger.

CONTOUR bietet folgende Auswahl:

  • Mix: 65 % Mohair / 35 % Synthetik, längere Lebensdauer, geringere Gleiteigenschaften, auf Kunstschnee bessere Steigeigenschaften
  • Pure: 100 % Mohair, auf Kunstschnee und harten Pisten geringere Lebensdauer, bessere Gleiteigenschaften
  • Race: 100 % Race Mohair, speziell für RennläuferInnen, sehr gute Gleiteigenschaften, kürzere Lebensdauer

Die Gesamt-Lebensdauer bei einem Skitouren Fell liegt übrigens im Schnitt bei 60.000 – 120.000 Höhenmetern, abhängig von der Schneequalität….mehr bei Pulver, weniger bei Harsch.

 

Wie hält das Fell am Ski?

Gerne wird am Markt von Kleber- und im Gegensatz dazu von Adhäsionsfellen gesprochen, was de Fakto falsch ist, denn Adhäsion ist jede Art von Klebung bzw. Haftung. Richtig ist es, von Kleber- und kleberlosen Fellen zu sprechen.

  • Kleberfelle

Während die letzten 30 Jahre war das Skitouren Fell mit Kleber praktisch nicht verändert worden. Der heiß und dünnflüssig auf das Baumwoll- Trägermaterial aufgebrachte Kleber war lange die Universalwaffe für alle Tourengeher.
Für die besorgten: die Kleber für Felle waren früher für die Umwelt durchaus belasdtend, sind nun seit einigen Jahren jedoch von Perfluoroctansulfonsäure PFOS und Perfluoroctansäure PFOA frei.

Der Vorteil: durch die hohe Klebkraft am Ski auch bei widrigen Bedingungen wie Kälte, Schneefall anwendbar….zur Not am Körper unter dem Anorak angewärmt. Ein mehrfaches Aufziehen wie beim Skibergsteigen im Gelände üblich ist kein Problem.

Der Nachteil: leider nur sehr schwierig voneinander zu trennen, wenn keine Folie als Zwischenschicht verwendet wird….was in der Praxis nach der dritten Tour keiner mehr tut. Speziell bei breiteren Fellen wird das Trennen vor dem Aufziehen auf den Ski zum Kraftakt, was den Kleberfellen auch den Kosenamen „Tinderfell“ eingebracht hat. Warum? Weibliche Tourengeher brauchen in der Regel die Hilfe eines männlichen Sportkollegen für die Nutzung des Fells.
Kleberfelle haben zudem klar definierte Funktionsbereiche: hält es gut am Ski bei niedrigen Temperaturen, dann wird es viel zu teigig bei Frühlingsbedingungen (so funktionieren meist die amerikanischen Felle). Und ist es auf gute Klebkraft bei warmen Temperaturen eingestellt, pickts nicht mehr bei Kälte.

  • Kleberlose  Felle

Die ersten kleberlose Felle am Markt vor rund 10 Jahren waren die sogenannten Adhäsionsfelle, die statt des Heißklebers mit einer Silikonschicht versehen waren. Eine grundsätzlich tolle Sache und große Innovation, die aber nach einem kurzen Hype recht schnell an Boden verloren hat.

Der Vorteil: geht super easy zu trennen und ist relativ wärme- und kälteunempfindlich.

Der Nachteil: die geringe Haltekraft kann bei schwierigen Tiefschnee-Partien die Haftung schnell zu wenig werden lassen. Ein mehrfaches Aufziehen der Felle ist nur mit größter Sorgfalt möglich. Leider hält auch die Silikonschicht schlecht am Baumwoll- Grundmaterial, und kann sich im Lauf der Zeit partiell lösen.

  • Das Hybrid Fell

CONTOUR hat seit 6 Jahren ein so genanntes Hybrid Fell am Markt, das die Vorteile beider o.a. Systeme vereint. Dabei wird auf den Baumwoll-Träger eine spezielle Folie aufgebracht, die beidseits klebt wie ein breites beidseitiges Klebeband, jedoch mit unterschiedlichen Eigenschaften. Damit wird einerseits eine hohe Haftung am Trägermaterial erreicht. Andererseits ist der Kleber fast wie ein Wunderding zwar super leicht wie ein Silikonfell voneinander zu lösen, hält am Ski aber wie ein Kleberfell.

Nach einigen Jahren am Markt kann man nun mit Fug und Recht sagen, dass das CONTOUR Hybrid absolut praxistauglich ist und alle Bereiche top abdeckt, vielleicht mit der Ausnahme des Rennlaufs, wo ganz spezielle Eigenschaften gewünscht werden.

 

Braucht man Endhaken und -spanner und welche?

Koch Alpin Contour Steigfelle Verschiedene Spitzenspanner Bild SKIMO Austria Karl Posch

Verschiedene Spitzenspanner

Klassisch hat man bei Steigfellen vorne und hinten Befestigungselemente, man nutzt also ein „Spannfell“. Während es früher Standard war, ein Skitouren Fell vom hinteren Metall-Endhaken mit einer Gummilasche vorne über die Spitze zu spannen, hat sich dies in den letzten Jahren geändert. Aktuell hängt man vorne einen Metallhaken über die Spitze und spannt mit einem Kunststoffhebel am Ende das Fell zurück. Damit entsteht in beiden Fällen in Kombination mit dem Kleber eine hervorragende Verbindung zum Ski. Beide Systeme haben auch dieselben Vorteile

Koch Alpin Contour Steigfelle Verschiedene Endspanner Bild SKIMO Austria Karl Posch

Verschiedene Endspanner

Bei Rennfellen schauts a bisserl anders aus, hier wird vorne mit einem Gummibeschlag eingehängt und ein relativ kurzes Fell nur angeklebt, ohne Endhaken. Dadurch wird Gewicht gespart und es ist auch ein wesentlich einfacheres ablösen und wiederaufbringen der Steigfelle möglich.

 

Wie passt das Fell auf den Ski?

Der Trend am Fellmarkt geht immer mehr in Richtung des selbst Zuschneidens anstatt des fertig kaufens mit Kompromissen. Was vor wenigen Jahren noch einiges an Geschick erfordert hat, ist beim Hybrid Skitouren Fell von CONTOUR nun ganz einfach, weil es bei der Auslieferung eine dreifach geteilte Schutzfolie hat.

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