Dopingfall bei der Mezzalama

Eine elektrisierende Meldung ist gestern Abend in unser Büro gekommen: bei der Mezzalama am 4.5.2013 hat es einen Dopingfall gegeben. Ein Sportler wurde positiv auf Furosemid getestet. Die Arznei ist stark harntreibend und wird in einschlägigen Kreisen verwendet, um Dopingspuren aus dem Körper mit dem Harn auszuschwemmen.

Wer der Sportler ist, der offenbar nicht zu den Top-Athleten gehört, wird derzeit von den Organisatoren der „Grande Course“ Rennserie noch nicht bekannt gegeben. Der „Grande Course“ unterliegt nicht den Bestimmungen der ISMF und damit nicht der WADA.

Die Diskussion, die damit nach dem positiven Dopingfall von Patrick Blanc im Jahr 2008 bei der Patrouille des Glaciers zweifellos wieder hochkochen wird, ist verzwickt. Einerseits sind speziell die Nicht-Verbandsrennen international und national ein spannendes Sammelsurium von Sportlern aller Verianten. Große Rennen wie die PDG sind zweifellos das Aushängeschild der Sportart Skibergsteigen.
Die Bemühungen der Verbände aber, langfristig bei offiziellen Rennen eine Ordnung hineinzubringen – die ISMF hat einen langfristigen Kontrollvertrag mit der SPORTACCORD geschlossen, auch bei nationalen Rennen des ASKIMO sind Kontrollen üblich – bringen natürlich eine „Einschränkung“ der Attraktivität. Die Situation erinnert frappant an das Langlaufen: hier der offizielle Weltcup, dort die eher lockeren Veranstaltungen wie der Wasalauf.

Wir sind gespannt, was sich in den nächsten Tagen zu dem gegenständlichen Fall noch ergeben wird.

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