Bildbericht vom Vertical beim Weltcup-Finale

In der heurigen Saison reiht sich ein großer Erfolg für das ÖSV Nationalteam im Skibergsteigen an den anderen: Der 20-jährige Kärntner Paul Verbnjak holt sich im heutigen Rennen den Sieg und somit den ersten Weltcup-Gesamtsieg im Vertical in der Nachwuchsklasse für Österreich. Die Salzburgerin Sarah Dreier verpasst auf Rang 4 nur knapp das Podest. 
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600 Höhenmeter hatten die rund 120 Weltcup Athletinnen und Athleten im heutigen Vertical Race in Madonna di Campiglio (ITA) zu bewältigen. Wie bereits am gestrigen Renntag herrschten wieder optimale Wetter- und Streckenbedingungen. Dank der Bewölkung war es von der Temperatur her für die Sportler deutlich angenehmer als am sonnigen Vortag. 

Paul Verbnjak gewinnt Vertical Rennen und holt sich Gesamt-Weltcupsieg 

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Dass der Kärntner Paul Verbnjak in der heurigen Saison in Höchstform ist und in einer eigenen Liga läuft, hat er bereits mehrmals bewiesen. Er gewann jedes einzelne Vertical Weltcup-Rennen in seiner Klasse. Es ist daher keine Überraschung, dass er auch im heutigen Vertical Finale einmal mehr beweisen konnte, dass Kraft, Ausdauer und ein starker Wille zu seinen absoluten Stärken zählen. Mit einem souveränen Vorsprung von knapp 40 Sekunden holte er sich den U20-Sieg und sicherte sich somit, nach seinem Doppel-Weltmeistertitel, auch den Gesamt-Weltcupsieg. Ein historischer Moment in der österreichischen Skibergsteiger-Geschichte, denn noch nie hat ein Athlet alle Rennen einer Disziplin im Weltcup gewonnen.

Paul Verbnjak kann im Interview gar nicht mehr aufhören zu grinsen:

„Es ist ein Wahnsinn! Drei Vertical so zu gewinnen, das ist irre! Ich hatte heute einen Bombentag. Vielen Dank an alle, die mich die ganze Saison immer so unterstützt haben. Nächstes Jahr bin ich dann in der U23 Klasse mit den „Big Boys“ am Start. Meine Motivation ist voll da und ich freu mich darauf.“

Auch der Tiroler Andreas Mayer konnte an seine konstant gute Leistung anknüpfen und querte die Ziellinie auf Rang 6. Die beiden Steirer Nils Oberauer und Julian Tritscher belegten Rang 11 und 17.

Rang 4 für Sarah Dreier: Bestes Weltcup-Ergebnis für die Salzburgerin

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Bei den Damen zeigte heute die Salzburgerin Sarah Dreier, welch Power zum Saisonabschluss in ihr steckt! Sie war krankheitsbedingt bei der WM nicht dabei, hatte aber schon Top-Ergebnisse im Vertical und konnte heute an die Elite der internationalen Skibergsteigerinnen anschließen. Dreier folgte unmittelbar dem Dreigespann Axelle Gachet-Mollaret (FRA), Victoria Kreuzer (SUI) und Alba de Silvestro (ITA). Beim Start war Sarah Dreier noch hinten, konnte aber in der steileren Passage ihren Schritt gut durchziehen und eine Konkurrentin nach der anderen überholen.

„Ich kann es noch gar nicht in Worte fassen. Nach meiner 4-wöchigen krankheitsbedingten Pause habe ich heute so viel Kraft gehabt, so viel Freude und Dankbarkeit, dass ich dieses Weltcup-Rennen noch machen konnte. Das hat mich heute enorm gepusht“, so die strahlende Salzburgerin Sarah Dreier zu ihrem hervorragenden Saisonabschluss.

Die Tirolerin Stephanie Kröll erreichte Rang 18.

Vier österreichische Skibergsteiger unter den Top20 bei den Herren

Bei den Herren Senior ging der Sieg an den Belgier Maximilien Drion du Chapois in einer Gesamtzeit von 23:56.0. Knapp dahinter folgten der Italiener Davide Magnini (24:06.0) und der Schweizer Werner Marti (24:20.7). Der Kärntner Christof Hochenwarter erreichte als bester Österreicher Rang 8. Auf den weiteren Plätzen folgen Daniel Ganahl (VLBG) auf Rang 11, Christian Hoffmann (OÖ) auf Rang 15, Jakob Herrmann (SBG) auf Rang 19, Daniel Zugg (VLBG) auf Rang 23 und Christian Seidl (NÖ) auf Rang 37.

Christof Hochenwarter aus Niederösterreich, der heute alle überrascht hat, kann seine hervorragende Leistung selber noch nicht fassen:

„Das hätte ich mir nie erträumt. Ich war so weit hinten und habe mich langsam vorgearbeitet. Heute ist es einfach so locker gegangen, ich kann das noch gar nicht realisieren. Mit meinem 7. Platz habe ich jetzt richtig Lust auf mehr!“

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Der Vorarlberger Daniel Ganahl freut sich ebenfalls über seinen 11. Rang im Vertical, sein bisher bestes Weltcup Ergebnis:

„Ich bin mit meinem 11. Platz voll zufrieden. Das ist bisher mein bestes Ergebnis bei einem Weltcup. Das Tempo war von Anfang an sehr hoch, auf Vollgas. Am Anfang war es ziemlich flach, das ist nicht so meins, aber im Steileren konnte ich richtig gut Plätze aufholen. Am Schluss habe ich gemerkt, es könnte sich ein Top10 Platz ausgehen und bin gelaufen bis zum Umfallen. Leider hat es nicht ganz gereicht – beim nächsten Mal dann!“

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Alle Ergebnisse inkl. Zeiten findet ihr hier.

Die nächsten Podest-Chancen am Sonntag beim Individual Bewerb

Für die österreichischen Athletinnen und Athleten ist das Weltcup-Finale noch nicht zu Ende. Am Sonntag folgt der krönende Saisonabschluss mit dem Individual Rennen. Hier darf sich das Nationalteam ein letztes Mal gute Chancen für Top-Ergebnisse ausrechnen. Wir werden in gewohnter Weise während der Rennen einen LIVE-Ticker auf www.skimo.at betreuen.

Strenge COVID-19 Maßnahmen durch den internationalen Verband ISMF

Die ISMF weist darauf hin, dass die Rennen in Übereinstimmung mit den Anti-Covid-Maßnahmen durchgeführt werden. Jede Person, die an der Veranstaltung teilnimmt, hat die Verpflichtung mehrere COVID-19-Tests zu absolvieren, ebenso ist der soziale Umgang vor Ort streng reglementiert.

Fotos: Nils Lang und Maurizio Torri

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