Anton Palzer unterschreibt bei BORA–hansgrohe und wird Radprofi

Der Quereinstieg ist perfekt: Der 27-jährige Vizeweltmeister im Skibergsteigen und international erfolgreiche Bergläufer Anton Palzer wechselt das sportliche Lager und wird Radsportler. Eine Entscheidung, die über die letzten Monate gereift ist. Nach der anstehenden Winter-Saison als Skibergsteiger wird er ab April 2021 für das Team BORA– hansgrohe in der UCI World Tour an den Start gehen.
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Eine große Entscheidung und eine neue Herausforderung

Das sagt Toni Palzer zur heute offiziell bekannt gewordenen Entscheidung:

„So eine Entscheidung trifft man nicht alle Tage und ich habe nicht nur eine Nacht, sondern in diesem Herbst viele Nächte darüber geschlafen. In den vergangenen Jahren habe ich viele Einheiten auf dem Rennrad trainiert und auch das ein oder andere Radrennen absolviert. Nicht nur zur Vorbereitung auf meine Saison im Skibergsteigen, sondern weil es mir einfach richtig viel Spaß macht, auf dem Rad zu sitzen. In meinem Umfeld habe ich schon manchmal gewitzelt: „Passt auf, eines Tages werde ich noch Radprofi“. Dass es jetzt so kommt, bedeutet für mich eine unerwartete Wendung in meiner Athletenkarriere und ich bin dankbar für die Chance, die mir BORA-hansgrohe bietet. Ich weiß, dass ich gute physische Voraussetzungen mitbringe, mir ist aber auch bewusst, dass ich noch vieles auf dem Rad und im Peloton lernen muss. Hier kann ich von der Erfahrung meiner Teamkollegen bei BORA-hansgrohe profitieren. Ich bin auf jeden Fall höchst motiviert diese neue sportliche Herausforderung ab April 2021 anzunehmen. Mal schauen, was möglich ist.“

Ralph Denk, Team Manager BORA-hansgrohe sagt über Toni und zu seiner Zukunft:

„Es mag nach einem gewagten Unterfangen aussehen und ein gewisses Risiko ist sicher dabei, aber wir verfolgen Toni schon länger und sind von seinen körperlichen Voraussetzungen überzeugt. An Beispielen wie Roglic oder Woods sieht man, dass so ein Experiment auch klappen kann, und wir haben immer gesagt, dass wir in unterschiedlichen Sportarten scouten. Ich will damit nicht sagen, dass Toni in zwei Jahren um den Toursieg fahren wird. Aber wir sehen bei ihm viel Potenzial, besonders was das Hochgebirge betrifft. Wir werden ihn zu Beginn vermehrt bei schweren Eintagesrennen und bergigen Wochenrundfahrten einsetzen. Dort muss er lernen, wie Radsport funktioniert und vor allem auch Aufgaben fürs Team übernehmen. Wo die Reise dann hingeht werden wir sehen, aber wir werden das Schritt für Schritt angehen.“

Winter 2020 / 2021 noch als Skibergsteiger

Am 19. Dezember startet Toni mit der DAV Nationalmannschaft in seine vorerst letzte ISMF Weltcup Saison im Skibergsteigen. Der sportliche Fokus liegt jetzt auf den anstehenden Weltcups und der Weltmeisterschaft im Februar. Der Weltcup-Auftakt findet am 19. Dezember im italienischen Ponte di Legno statt.

„Ich bin hochmotiviert diesen Winter noch einmal richtig anzugreifen. Eine Medaille bei der WM in Andorra Ende Februar wäre natürlich ein krönender Abschluss meiner Karriere im Skibergsteigen“

verrät der 27-jährige Vize-Weltmeister.

Den Bergen und dem Bergsport auch als Radprofi verbunden bleiben

„Dem Wettkampfsport Skibergsteigen Ende März nach 12 erfolgreichen Jahren in der Nationalmannschaft Servus zu sagen, wird bestimmt nicht leicht. Aber die Berge laufen mir nicht weg. Die ein oder andere Skitour im Winter, ein Berglauf im Sommer oder Klettern mit Freunden und Familie wird auch als Radprofi möglich sein. Die Berchtesgadener Berge stecken in meiner DNA, hier sind meine Wurzeln und hier liegt meine Kraftquelle.“

Noch im Sommer hat Toni mit seiner kaum vorstellbaren Rekordzeit der WatzmannÜberschreitung in nur 02:47h für Aufsehen gesorgt.

 

Soweit die offizielle Pressemeldung, die heute von der Agentur Nine&One gekommen ist. Die unter Anderem auf Insta brodelnde Gerüchteküche ist damit aufgeräumt und die Katze aus dem Sack. Den Abschied des großen Toni Palzer aus dem Skibergsteiger-Wettkampfsport nehmen wir zum Anlass für ein großes Porträt, das morgen erscheinen wird. Und schon jetzt sagen wir zu Toni: alles Gute im neuen Sport!

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