ISMF und LGC trennen sich

Paukenschlag heute morgen via ISMF Pressemeldung im internationalen Skibergsteigen: der internationale Verband ISMF und der La Grande Course haben ihre Zusammenarbeit beendet.
LGC und ISMF gehen getrennte Wege Skimo Austria Bild Maurizio Torri

Eine Liebesbeziehung war das Verhältnis der beiden Organisationen in der Vergangenheit noch nie. Während der LGC die alpinen Team-Rennen unseres Sports verkörpert, dabei aber recht offene Regelauslegung zulässt, ist die ISMF dahinter, den Sport in Richtung Organisation, Wiederholbarkeit und letztlich Olympia zu bringen. Die ISMF hatte sich als „CISAC“ 1988 gegründet, ab 2010 dann als ISMF den Sport laufend entwickelt. 2010 gab es eine lose Zusammenarbeit mit dem bekannten Schweizer Rennen Patrouille des Glaciers PDG, die allerdings aufgrund der unterschiedlichen Auffassungen bei den Regeln rasch wieder aufgelassen wurde. Im Jahr 2012 schlossen sich die alpinen Teamrennen der Alpen dann offiziell zum LGC zusammen.  Ab der Saison 2014/15 gab es dann eine strukturierte und offizielle Zusammenarbeit mit LGC Punkten auch für das ISMF World Ranking.

Letzte Woche sind nun bei einer Besprechung unüberwindbare Differenzen für die kommende Saison aufgetaucht. Dem Vernehmen nach ging es hauptsächlich um die Terminkollision zwischen der Französischen Pierra Menta von 13. – 16.3.2019 und der ISMF Weltmeisterschaft der Skibergsteiger im Schweizerischen Villars von 9. – 16.3.2019. Während der WM-Ort als Tourismusregion den Zeitpunkt wegen der sonst vollen Gästebetten nicht ändern kann, hat die PDG auch die Tradition ins Treffen geführt, ebenfalls den Termin nicht ändern zu können.

Auch wenn die Trennung offenbar nicht im tiefen Groll passiert ist und eine Versöhnung in der Zukunft wahrscheinlich ist, ist sie dennoch bedenklich. Das Skibergsteigen entwickelt sich rapide, die YOG 2020, die CISM WM 2021 und ein möglicher Olympia-Auftritt 2026 sollen bitte Zeichen genug für die Verantwortlichen sein, möglichst an einem Strang zu ziehen, es geht nicht mehr nur um lokale Befindlichkeiten. Eine so kleine Sportart in sich nochmals zu trennen, ist nicht so gscheit.

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