Giulia Murada wird zur Gesamtsiegerin gekrönt, Jon Kistler und Emily Harrop glänzen erneut beim Saisonfinale in Villars

Die Sprint-Wettbewerbe in Villars hielten alles, was sie versprachen: warme Temperaturen, sonniger Himmel, spektakuläre Leistungen der Athletinnen und Athleten und ein unvergesslicher Renntag.

Insgesamt gingen 53 Männer und 32 Frauen aus 18 Nationen auf einer anspruchsvollen und technisch sehr schwierigen Strecke an den Start.

Die Strecke begann mit einem ungewöhnlich steilen Anfangsabschnitt, bevor sie in ein flacheres Gelände überging, das zu den zwei „Diamant“-Sektionen führte. Die erste wies eine mittlere Steigung von etwa 20 Grad auf, gefolgt von einer zweiten, deutlich steileren Passage mit bis zu 35 Grad, bevor es in die Traverse zum Laufabschnitt ging.

Der Laufabschnitt selbst war relativ einfach, mit weichem Schnee und ohne größere Steilheit, bevor die Athleten einen weiteren 30 Meter langen diagonalen Anstieg bis zur letzten Wechselzone bewältigen mussten.

In der Abfahrt ermöglichten die ersten Tore hohe Geschwindigkeiten, wodurch die Linienwahl entscheidend war, um Fehler zu vermeiden. Die letzten Kurven gehörten zu den schwierigsten Teilen der Strecke und wurden mit hohem Tempo gefahren, bevor die Athleten in den entscheidenden 80 Meter langen Skating-Abschnitt einbogen, in dem die Kämpfe um die Außenbahn oft über den Einzug in die nächste Runde oder ins Finale entschieden.


Frauenrennen: Harrop dominiert, Murada zur Gesamtsiegerin gekrönt

Im Frauenfinale standen die sechs stärksten Athletinnen der Saison aus zwei Kontinenten am Start.

Da Giulia Murada bereits rechnerisch als Gesamtsiegerin des Weltcups feststand, war das Feld dennoch hochkarätig besetzt: Margot Ravinel, Emily Harrop, Marianne Fatton, Ana Alonso Rodríguez und Tatjana Paller.

Das Rennen begann schnell, und bald setzte sich Emily Harrop an die Spitze, dicht gefolgt von ihrer französischen Teamkollegin Margot Ravinel. Gleichzeitig kämpfte Giulia Murada um einen Podestplatz, um ihre herausragende Saison stilvoll abzuschließen.

Top 5 Frauen
🥇 Emily Harrop 🇫🇷 – 2:56,1
🥈 Margot Ravinel 🇫🇷 – 3:00,7 (+4,6)
🥉 Giulia Murada 🇮🇹 – 3:07,0 (+10,9)
4️⃣ Marianne Fatton 🇨🇭 – 3:08,8 (+12,7)
5️⃣ Ana Alonso Rodríguez 🇪🇸 – 3:14,1 (+18,0)

Nach dem Rennen erklärte Emily Harrop, sie sei stolz darauf, ihre Form, Motivation und Energie bis zum Saisonende aufrechterhalten zu haben. Zudem freue sie sich über Muradas Gesamtsieg und blicke nun auf Zeit mit Familie, Freunden und Urlaub.


Männerrennen: Kistler gewinnt packendes Finale

Auch im Männerrennen trafen die Top-Athleten der Gesamtwertung aufeinander, ergänzt durch Iñigo Martínez de Albornoz und Luca Tomasoni.

Der Start war explosiv: Thibault Anselmet und Jon Kistler übernahmen sofort die Führung, während Oriol Cardona Coll und die Verfolgergruppe nur wenige Meter dahinter lagen und im Laufabschnitt wieder aufschließen wollten.

Nach dem Laufteil zog Oriol Cardona gleich, doch im letzten Wechsel setzte der Franzose einen starken Move und positionierte sich direkt hinter Kistler.

Das Duell der beiden Führenden dauerte bis ins Ziel, wobei die Entscheidung im Skating-Abschnitt fiel: Jon Kistler hielt die Innenlinie, verhinderte ein Überholmanöver und sicherte sich den Sieg auf heimischem Schnee.

Nach dem Rennen sagte Kistler, dass seine Saison zwar gut begonnen habe, aber insgesamt unkonstant gewesen sei – umso zufriedener sei er mit diesem Sieg zum Abschluss.

Top 5 Männer
🥇 Jon Kistler 🇨🇭 – 2:32,8
🥈 Thibault Anselmet 🇫🇷 – 2:33,8 (+1,0)
🥉 Oriol Cardona Coll 🇪🇸 – 2:42,8 (+10,0)
4️⃣ Iñigo Martínez de Albornoz 🇪🇸 – 2:42,9 (+10,1)
5️⃣ Luca Tomasoni 🇮🇹 – 2:53,3 (+20,5)

Ein spektakulärer Tag in Villars zeigte erneut, warum der Sprint zu den spannendsten Disziplinen im Skibergsteigen gehört.


Endgültige Gesamtwertung Sprint – ISMF-Weltcup

Mit dem Sprint in Villars ist die Gesamtwertung der Saison nun offiziell abgeschlossen. Nach einem Winter voller explosiver Starts, technischer Wechsel, steiler Anstiege und entscheidender Skating-Finals wurden heute die letzten Punkte vergeben.

Die Saisontitel belohnen nicht nur Einzelsiege, sondern vor allem Konstanz, Schnelligkeit, Präzision bei den Wechseln und die Fähigkeit, unter Druck zu performen.

Frauen

🥇 Margot Ravinel (FRA) – 532 Punkte
🥈 Giulia Murada (ITA) – 513 Punkte
🥉 Emily Harrop (FRA) – 500 Punkte
4. Tatjana Paller (GER) – 363 Punkte
5. Célia Perillat-Pessey (FRA) – 346 Punkte

Die Frauenwertung blieb bis zum letzten Rennen hochspannend, wobei Margot Ravinel den Gesamtsieg vor Giulia Murada und Emily Harrop sicherte – drei Athletinnen, die den Winter konstant geprägt haben.

Männer

🥇 Thibault Anselmet (FRA) – 431 Punkte
🥈 Oriol Cardona Coll (ESP) – 405 Punkte
🥉 Jon Kistler (SUI) – 402 Punkte
4. Arno Lietha (SUI) – 354 Punkte
5. Biel Pujol Parramon (ESP) – 336 Punkte

Bei den Männern sicherte sich Thibault Anselmet die Sprint-Kristallkugel nach einer bemerkenswert konstanten Saison, knapp vor Oriol Cardona Coll und Jon Kistler. Die Entscheidung fiel erst im letzten Rennen.

Der Kampf um die Podestplätze war während der gesamten Saison extrem eng – ein Spiegel der Intensität und Unvorhersehbarkeit des Sprintformats in diesem Winter.


Letzter Auftritt zum Abschluss des ISMF-Weltcups

Morgen steht in Villars der letzte Wettkampftag an: die Mixed-Staffel, bei der 11 Nationen und 22 Athletinnen und Athleten noch einmal um den Sieg kämpfen.

Das Finale A beginnt um 11:10 Uhr und verspricht einen spannenden Abschluss des Weltcup-Wochenendes.

Text und Bilder: ISMF Medienservice

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