Der ISMF-Weltcup endet stilvoll, als Spanien die Mixed-Staffel in Villars gewinnt.
Der Tag begann bei sonnigem Himmel und klaren Frühlingsbedingungen – ideal für die Mixed-Staffel. Der heutige Kurs startete mit einem ersten Anstieg mit einigen schnellen Richtungswechseln bis zur Plattform, gefolgt von einer langen flachen Traverse zu den ersten offenen Toren. Von dort aus genossen die Athletinnen und Athleten eine einfache Abfahrt zur Plattform, wo sie die Felle wieder für den zweiten Aufstieg anzogen.
Der zweite Anstieg war derselbe wie am Vortag, einschließlich zweier „Diamant“-Passagen, gefolgt von einem kurzen Trageabschnitt (Bootpack), bevor es in die Abfahrt ging. Diese entsprach im oberen Teil ebenfalls der Strecke von gestern, während im unteren Abschnitt die Tore enger gesetzt waren, bevor es zurück zur Plattform und in die Wechselzone ging.
Der Wechsel selbst fand in geneigtem Gelände statt, doch dank der weichen Schneebedingungen gab es keine größeren Probleme bei den Staffelübergaben.
Insgesamt gingen 18 Teams aus 11 Nationen an den Start. Nach der Qualifikation zogen 11 Teams ins Finale A ein, während die übrigen Teams im Finale B antraten.
Das Finale begann in sehr hohem Tempo. Ana Alonso Rodriguez übernahm sofort die Führung, dicht gefolgt von Johanna Hiemer, die hochmotiviert war, ihre Karriere mit einem starken Ergebnis zu beenden. Célia Perillat-Pessey setzte sich in der Mitte des ersten Anstiegs nach vorne.
Als die Teams die untere Plattform erreichten, lag die Spitzengruppe wieder eng beisammen. Zu Beginn des nächsten Abschnitts attackierte Alba De Silvestro früh, um eine Lücke zu reißen, während dahinter ein harter Positionskampf tobte.
Als die Männer übernahmen, versuchte Michele Boscacci den Vorsprung Italiens zu verteidigen, doch Oriol Cardona Coll blieb in Schlagdistanz, während Thibault Anselmet für Frankreich Positionen gutmachte. Spanien und Italien setzten sich allmählich vom restlichen Feld ab.
Im zweiten Frauenabschnitt blieben Alba und Ana nahezu Ski an Ski und bauten ihren Vorsprung weiter aus, während dahinter Célia hart um den dritten Platz kämpfte.
Die Entscheidung fiel am letzten Anstieg der Männer: Oriol griff direkt zu Beginn des Schlussanstiegs an, distanzierte Michele und schuf den entscheidenden Vorsprung für den Sieg des spanischen Teams.
Top 5 – Finalergebnisse
🥇 Spanien – Ana Alonso Rodriguez / Oriol Cardona Coll — 33:55,6
🥈 Italien – Alba De Silvestro / Michele Boscacci — 34:08,4 (+12,8)
🥉 Frankreich – Célia Perillat-Pessey / Thibault Anselmet — 34:13,7 (+18,1)
4️⃣ Österreich – Johanna Hiemer / Paul Verbnjak — 34:36,4 (+40,8)
5️⃣ Deutschland – Tatjana Paller / Finn Hösch — 34:40,7 (+45,1)
Nach vier Wettkampftagen endet die Saison hier in Villars äußerst positiv: hervorragende Organisation, großartige Strecken, schönes Wetter und spannende Duelle sowohl um die Podiumsplätze als auch in der Gesamtwertung des ISMF-Weltcups.
ISMF-Weltcup – Gesamtwertungen
Die ISMF-Weltcupsaison zeigte das Beste im Skibergsteigen, mit Nationen, die in mehreren Disziplinen um Punkte kämpften. Von den explosiven Mixed-Relay-Wettbewerben bis zur Nationenwertung über die gesamte Saison hinweg standen Teamarbeit, Ausdauer und Konstanz auf höchstem Niveau im Mittelpunkt.
Mixed Relay – Gesamtwertung
Die Mixed-Relay-Wertung ehrt die Nationen, die in diesem besonders dynamischen und taktischen Format herausragten. Erfolg hängt hier von Geschwindigkeit, fehlerfreien Wechseln und perfekter Zusammenarbeit zwischen Frauen und Männern ab.
🥇 Italien (ITA) – 336
🥈 Schweiz (SUI) – 295
🥉 Spanien (ESP) – 271
Weltcup – Nationenwertung
Die Nationenwertung des ISMF-Weltcups liefert das klarste Bild von nationaler Tiefe und langfristiger Konstanz. Punkte werden aus Leistungen auf Seniorenniveau über die gesamte Saison gesammelt – in den Disziplinen Vertical, Sprint, Individual und Staffel.
🥇 Schweiz (SUI) – 3715
🥈 Frankreich (FRA) – 3139
🥉 Italien (ITA) – 2916
4️⃣ Spanien (ESP) – 2530
5️⃣ Österreich (AUT) – 2362
Die Schweiz führt die Nationenwertung im Senioren-Weltcup an, während Italien Maßstäbe in der Mixed-Relay-Wertung setzt. Zusammen zeigen diese Rankings, wie eng und spannend die ISMF-Weltcupsaison zwischen Europas führenden Skibergsteiger-Nationen war.
Frühlingsrennen im Skibergsteigen gehen weiter
Die Saison ist jedoch noch nicht ganz vorbei: Einige offene Rennen stehen noch an, darunter die Patrouille des Glaciers – eines der prestigeträchtigsten Langdistanzrennen im Skibergsteigen, das über rund 42 km von Zermatt nach Verbier führt.
Text und Bilder: ISMF Medienservice









