WC Courchevel Sprint: Heimsieg für Harrop, Debütsieg für Cardona, Hiemer 6.

Die erste ISMF Weltcup-Veranstaltung des Jahres 2026 begann unter strahlend blauem Himmel und bot atemberaubende Ausblicke auf die umliegenden Berge von Courchevel. Die beeindruckende alpine Kulisse bildete den perfekten Rahmen für einen spannenden Auftakt des Weltcups.

Insgesamt nahmen 128 Athletinnen und Athleten an dem Rennen teil, darunter 52 Frauen und 76 Männer aus 24 Nationen.

Die Sprintstrecke war schnell, technisch und äußerst anspruchsvoll. Von Beginn an war das Tempo hoch, da die Athleten sofort von zwei Diamant-Passagen gefordert wurden, bevor sie den flachsten Abschnitt des Kurses erreichten. Anschließend ging die Strecke in einen steilen Laufanstieg mit hohen Stufen über, gefolgt von einem weiteren anspruchsvollen 100-Meter-Abschnitt, der auf Skiern bewältigt wurde und in die letzte Wechselzone führte.

Die Abfahrt begann mit einer Serie von Zickzack-Kurven, gefolgt von einem Sprung mit flacher Landung. Danach kämpften sich die Athleten mit hoher Geschwindigkeit durch einen holprigen letzten Abschnitt, bevor sie im finalen Sprint direkt ins Ziel liefen.

Sprint der Frauen
Der Frauensprint bot ein spannendes und emotionales Rennen, geprägt von starken Leistungen und wichtigen Comeback-Geschichten. Auf heimischem Schnee wurde Emily Harrop den Erwartungen gerecht, während Ana Alonso ihre Rückkehr in den Wettkampfsport nach einem schweren Sturz zu Beginn der Saison fortsetzte. Auch wenn Alonso den Einzug ins Finale verpasste, stellte ihre Teilnahme einen wichtigen Schritt dar, um ihre Genesung zu bestätigen und ihren körperlichen Zustand einzuschätzen.

Die Französin Margot Ravinel, die bereits beim ISMF-Weltcup in Solitude eine starke Form gezeigt hatte, überzeugte über den gesamten Tag hinweg mit einem sehr konstanten Rennen und forderte im Finale erneut stark heraus. Die Italienerin Giulia Murada, die mit viel Selbstvertrauen nach ihrem Sieg bei den nationalen Meisterschaften anreiste, unterstrich einmal mehr ihre Konkurrenzfähigkeit in allen Runden.

Im Finale kontrollierte Emily Harrop (FRA) das Rennen souverän und sicherte sich vor heimischem Publikum den Sieg in einer Zeit von 3:07,0. Ihre Teamkollegin Margot Ravinel (FRA) belegte mit einem Rückstand von 7,7 Sekunden den zweiten Platz und komplettierte damit einen französischen Doppelsieg. Giulia Murada (ITA) komplettierte das Podium auf Rang drei mit 13,1 Sekunden Rückstand.

Ergebnisse – Sprint Frauen

  1. Emily Harrop (FRA) – 3:07,0
  2. Margot Ravinel (FRA) – +7,7
  3. Giulia Murada (ITA) – +13,1
  4. Marianne Fatton (SUI) – +21,7
  5. Tatjana Paller (GER) – +22,0
  6. Johanna Hiemer (AUT) – +22,3

Sprint der Männer
Der Männersprint gehörte zu den mit größter Spannung erwarteten Rennen des Tages, da mehrere Topathleten nach dem Verpassen des Weltcup-Auftakts in Solitude in den Wettkampfbetrieb zurückkehrten. Sowohl Thibault Anselmet als auch Oriol Cardona Coll hatten beim ersten Weltcup der Saison gefehlt, was die Erwartungen an ihr Comeback zusätzlich steigerte. Zudem markierte das Rennen das Saisondebüt von Nikita Filippov, der sofort unter Beweis stellte, dass er nach einem starken Saisonabschluss weiterhin in Topform ist und sich als ernsthafter Medaillenkandidat für die Olympischen Spiele 2026 in Mailand–Cortina positioniert.

Bereits die Halbfinals ließen ein hochklassiges Finale erahnen: enge Zeitabstände und aggressives Racing bereiteten die Bühne für ein packendes Duell. Im Finale ging Nikita Filippov extrem schnell an, setzte vom ersten Meter an das Tempo hoch und zwang das restliche Feld zur Reaktion. Oriol Cardona blieb bis zur ersten Wechselzone in Schlagdistanz und übernahm anschließend im steilen Laufanstieg die Kontrolle über das Rennen. Dort ermöglichten ihm Effizienz und Kraft, den Rückstand zu schließen und die Führung zu übernehmen.

Cardona verteidigte seinen Vorsprung souverän über die letzten Wechsel und überquerte als Erster die Ziellinie – ein Sieg bei seinem ersten Weltcup-Einsatz der Saison. Thibault Anselmet kämpfte bis zum Schluss um den Anschluss und belegte Rang zwei, während Nikita Filippov mit einer starken und aggressiven Leistung das Podium auf Platz drei komplettierte. Der Kampf um die Plätze vier und fünf blieb bis zu den letzten Metern spannend und unterstrich die große Leistungsdichte und Wettbewerbsstärke im Männerfeld.

Ergebnisse – Sprint Männer

  1. Oriol Cardona Coll (ESP) – 2:41,6
  2. Thibault Anselmet (FRA) – +3,7
  3. Nikita Filippov (AIN) – +4,6
  4. Arno Lietha (SUI) – +12,2
  5. Jon Kistler (SUI) – +17,4
  6. Maximilien Drion du Chapois (BEL) – +40,4

Ein perfekter Tag in Courchevel
Der zweite Weltcup der Saison bot in Courchevel einen spektakulären Renntag. Das Sprintrennen sorgte für intensive Duelle, hochklassige Leistungen und unvergessliche Momente vor einem begeisterten Publikum.

Nun richtet sich der Fokus auf das morgige Vertical-Rennen, das im Zeitfahrformat ausgetragen wird. Dort werden die Athletinnen und Athleten ihre Ausdauer und ihr Tempogefühl unter Beweis stellen müssen. Bei voraussichtlich schnellen Bedingungen stellt sich die Frage, ob der im vergangenen Jahr aufgestellte Rekord erneut in Gefahr geraten kann.

Courchevel bestätigte einmal mehr seinen Status als erstklassiger Austragungsort, und mit großer Vorfreude blicken wir auf das abschließende Rennen des Wochenendes und das, was noch bevorsteht.

Alles Bilder: ISMF Presseservice

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