Anton Palzer gelingt historischer Sieg beim Tour du Rutor Extrême

Anton Palzer hat gemeinsam mit seinem italienischen Partner Davide Magnini den Gesamtsieg beim Tour du Rutor Extrême im Aostatal gefeiert. Nach Platz drei in der Auftaktetappe drehten die beiden das Gesamtklassement am zweiten Tag im letzten Anstieg und in der finalen Abfahrt über 2.000 Höhenmeter.

Am 28. und 29. März stand Toni Palzer erneut an der Startlinie eines Skitourenklassikers – diesmal mit neuem Teampartner und denselben hochkarätigen Konkurrenten wie bei der Pierra Menta zwei Wochen zuvor. Der Tour du Rutor Extrême, in diesem Jahr das Saisonfinale der La Grande Course, verlangte den Athleten alles ab: Höhen weit über 3.000 Meter und technisch hochalpines Gelände prägten die beiden Renntage.

Auf der ersten Etappe am Samstag mussten die 278 startenden Teams 24 Kilometer und 2.438 Höhenmeter von La Thuile nach Valgrisenche bewältigen. Höchster Punkt der Route war die Testa del Rutor auf 3.486 Metern – ein weites Gletscherplateau, auf dem eisige Temperaturen und starke Böen die Athleten herausforderten.

Palzer und Magnini kamen nach 2:44:01 Stunden als Dritte ins Ziel – mit nur 1:22 Minuten Rückstand auf die Führenden, das Siegerduo der Pierra Menta William Bon Mardion und Xavier Gachet, und nur 13 Sekunden hinter den Zweitplatzierten Samuel Equy und Anselme Damevin. Das Gesamtklassement war damit offen und sollte sich auf der zweiten Etappe entscheiden.

Die Entscheidung fiel am Sonntag in Planaval. Die zweite Etappe war ein technisch hochanspruchsvoller Rundkurs um den Château-Blanc mit rund 2.500 Höhenmetern, 20 Kilometern und einem Gipfelpunkt auf 3.422 Metern. Palzer und Magnini gingen das Rennen offensiv an und harmonierten als Team auf den Anstiegen, in den Steigeisenpassagen und den technischen Abfahrten.

Mit 30 Sekunden Vorsprung vor dem Duo Equy/Damevin, das im Gesamtklassement nur 13 Sekunden vor ihnen lag, gingen sie in die letzte Abfahrt und wussten, dass die zu bewältigenden 2.000 Höhenmeter über das Gletscherbecken und weiter in kombiniertem Gelände über den Gesamtsieg entscheiden würden. Die Abfahrt, anfangs im Pulverschnee, dann Bruchharsch und eisigen Passagen, verlangte blindes Vertrauen in Material, Teampartner und eigene Grenzen.

Magnini und Palzer überquerten die Ziellinie als Etappensieger. Mit einer Gesamtzeit von 5:17:24 Stunden reichte ihr Vorsprung schließlich für den Gesamtsieg, mit nur 54 Sekunden vor den Zweiplatzierten Bon Mardion/Gachet und 59 Sekunden vor den Drittplatzierten Equy/Damevin.

„Dieser erste La-Grande-Course-Sieg in meiner Karriere ist wirklich superspeziell! Ich bin schon einmal Dritter beim Adamello Ski Raid und Dritter bei der Trofeo Mezzalama geworden, aber ganz oben stand ich bisher noch nie. Soweit ich weiß, ist das vor mir noch keinem anderen Deutschen gelungen. Ich bin einfach mega-happy! Einen besseren Abschluss von meinem Winter-Comeback könnte ich mir nicht vorstellen. Davide und ich haben in diesen beiden Tagen gezeigt, wie viel mit guter Teamarbeit möglich ist – und wir sind mit einem wirklich coolen Sieg belohnt worden!“ 

Toni Palzer

Der gebürtige Berchtesgadener, der nach seinem Engagement als Radprofi bei Red Bull–Bora–hansgrohe im Winter 2025/26 in seine Ursprungsdisziplin zurückkehrte, zeigte damit eindrucksvoll, dass seine Klasse in den Bergen ungebrochen ist.

AUSBLICK: Gravel-Debüt am Wörthersee Mit dem Gesamtsieg beim Tour du Rutor hat Toni Palzer seine Skisaison perfekt abgeschlossen. An Pause denkt er jedoch nicht: Schon im April wartet das nächste Abenteuer, wenn er erneut das Terrain wechselt und wieder aufs Rad steigt. Sein nächstes Ziel ist das Wörthersee Gravel Race am 12. April, das zur UCI Gravel World Series zählt. Für Palzer ist es die Premiere in dieser Disziplin – und damit der Auftakt zu einer spannenden neuen Herausforderung abseits des Asphalts.

Text: Nine&One
Bilder: Francesco Bergamaschi, Maurizio Torri, Mathis Decroux

Top News

30. März 2026

Anton Palzer gelingt historischer Sieg beim Tour du Rutor Extrême

Anton Palzer hat gemeinsam mit seinem italienischen Partner Davide Magnini den ... Mehr erfahren
puy mr youth 149 29. März 2026

WC Puy Saint Vincent (FRA): Deutschland sichert sich packenden Mixed-Relay-Sieg bei der Jugend-WM

Der letzte Wettkampftag brachte einen elektrisierenden Abschluss von fünf ... Mehr erfahren