Der Skibergsteiger-Winter 2019 in vollem Zug: SKIMO Austria stellt die Weichen

Noch sehen wir die letzten Schneereste auf den Bergen, da sind auch die Gespräche für die nächste Saison im vollen Gang. Und zwar sehr positiv: die von SKIMO Austria betreuten Agenden wie Rennen, Cups, Jugendarbeit, Medien und Reglement konnten allesamt bereits mit tollen Ergebnissen abgeschlossen werden.
Bild: SKIMO Austria
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  • SKIMO Austria Orga 2018 3 _ Bild Karl Posch _ LR
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Ein wahrer Besprechungsmarathon hat uns in den letzten Wochen auf Trab gehalten. Nach einer sehr erfolgreichen Saison 2018 wurde mit allen Beteiligten Analyse betreiben und der Schwung für die neuen Beschlüsse mitgenommen.

Sitzung der Skibergsteiger-Regelkommission

Die vor zwei Jahren eingestampfte Regelkommission wurde im heutigen Frühjahr auf betreiben von Peter Gruber als Veranstalter der Pinzgau Trophy wieder einberufen. Nach dem schmerzlichen Abgang der DAV-Männer Matthias Keller und Michi Bückers im Frühling musste das neue Team des Deutschen Alpenvereins Hermann Gruber und Anine Hell gleich voll einsteigen und Kompetenz beweisen. Szenekenner Martin Dufter komplettierte das Deutsche Team, der internationale Athletensprecher der ISMF Jakob Herrmann sowie Karl Posch standen Peter Gruber mit rotweißrotem Herz und internationalem KnowHow zur Seite.

Bild: SKIMO Austria

Die Regelkommission Skibergsteigen

Das Hauptthema der Regelkommissionsbesprechung war das Bestreben, das Regulativ wieder zu vereinfachen. Nach der Einführung der ÖWO des ÖSV gab es in deutschsprachigen Raum insgesamt 4 Reglements mit unterschiedlichen Inhalten – ein Horror für Sportler und Veranstalter. Für die Zukunft wurde vereinbart, spätestens ab 2020 wieder mit nur 2 Versionen auszukommen: dem ISMF Reglement für Rennen auf Weltcupniveau und einem auf Fairness sowie Sicherheitstechnik reduzierten „Basisreglements“, wie es bis 2015 der Fall war. Oberstes Gebot soll wieder die Praxisorientierung sein. Es wurde mit großer Übereinstimmung gearbeitet. Der DAV ist schon bei der Überarbeitung des Basis-Regelwerks, das dann für den gesamten deutschsprachigen Raum – unter Berücksichtigung nationaler Besonderheiten – gelten soll.

Weiters wurden einige Angleichungen und ein nachziehen an international übliche Standards beschlossen. So ist z.B. seit 2018 ein LVS 3-Antennegerät verpflichtend mitzuführen, ab 2020 müssen die Wettkampfhelme den Normen EN12492 UND der UIAA 106 entsprechen.

Was sich international ändert, dazu brachte Jakob Herrmann ausführlichen Input. So werden bei der ISMF ab 2019/20 Skistopper eingeführt, gibt es beim Steigfell keine Prozentangaben für den Anteil am Belag mehr und wird das Verhalten in den Wechselzonen inklusive Tausch von defektem Material wesentlich genauer definiert.

Die Kommission einigte sich auch auf 2 Motions (Änderungsanträge fürs Reglement), die von einem nationalen Verband aufbereitet und eingebracht werden müssen. Der DAV übernimmt dies bei der Generalversammlung der ISMF in Zakopane am 16.6.2018, und zwar mit den Punkten:

  • Forderung eines Rückenprotektors im Rucksack zum Schutz der Sportler bei Stürzen
  • Genauere und unmissverständliche Definition der Kälteregelung für Wettkämpfe, ebenfalls zum Schutz der Sportler

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