Edelweiss Raid 2017 – das Österreichische Bundesheer im Gebirge

Die 8. Auflage der Edelweiss Raid sollte dieser Tage stattfinden. Ein Gebirgswettkampf der Österreichischen Bundesheers mit internationaler Beteiligung. Manchmal hatten wir schon was davon gehört in den letzten Jahren, deswegen jetzt auch persönlich hingeschaut. Fazit: sympathisch, dass unser Bundesheer den Underdog spielt, aber was das Heer da aufstellt, ist schlicht eine Sensation und braucht keine Vergleiche scheuen.
Edelweiss Raid 2017 _ Motiv 01 _ Bild SKIMO Austria Posch_Nussmbaumer _ LR
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Skibergsteigen auf militärische Art

Die Edelweiss Raid ist durchaus speziell, wenn man gewohnt ist, zivile Skibergsteiger Rennen zu sehen. Beim zwei Tage laufenden Wettkampf in der Lizum hoch oberhalb von Innsbruck geht es um die schnellste Zeit auf Tourenski mit mehreren Aufstiegen und Abfahrten, aber damit wars das auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Im Rennen sind nämlich Teams aus 8 Soldaten mit je einem verantwortlichen Alpinisten, der das Kommando hat. Edelweiss Raid 2017 _ Motiv 06 _ Bild SKIMO Austria Posch_Nussmbaumer _ LRDie Teams müssen Checkpoints gemeinsam verlassen, schwächere Teammitglieder müssen jedenfalls mitgenommen werden. Das Material ist militärisch – Rennanzüge und Carbonmaterial sind verboten – und Umfangreich, auch eine UT2000 ist pro Team dabei. Trotzdem werden jeden Tag mehr als 2.000 Höhenmeter pro Team bewältigt, zusätzlich wird zwischen den Wettkampftagen im Zelt biwakiert. Und zur totalen Verschärfung kommen Schießübungen, LVS-Suche, Kameradenbergung und andere Aufgaben dazu. Ein Mega-Programm, und die Teams sind oft so zusammengestellt, dass auch alpinistisch relativ unerfahrene Soldaten von erfahrenen mitgenommen werden.

Edelweiss Raid – Tolle Idee und gute Stimmung

Edelweiss Raid 2017 _ Motiv 04 _ Bild SKIMO Austria Posch_Nussmbaumer _ LR

Brigadier Ernst Konzett

Die Idee zu dem Wettkampf ist – kaum überraschend – auf der Patrouille des Glaciers entstanden. Brigadier Konzett vom Jägerbataillon 23 aus Bludesch in Vorarlberg hatte die Eingebung, die Umsetzung passierte erstmals vor 16 Jahren bereits im Kommando Gebirgskampf der Andreas Hofer Kaserne in Absam. Heuer hatte das Kommando über die gesamte Edelweiss Raid Brigadier Grünwald. Der Organisationsoffizier und Wettkampfleiter Oberst Neuner erzählte uns im Interview ein paar Hintergründe

Sportliche Leistungen Top

Heuer waren 16 Teams aus 8 Nationen zur Raid angetreten, 10 davon kamen auch ins Ziel. Nachdem bei der letzten Durchführung 2015 ein Team der Deutschen Bundeswehr gewonnen hatte, waren die Bundesheer-Teams heiß auf den Sieg. Die Mannschaft rund um Hans Innerhofer vom Jägerbataillon 23 aus Bludesch lag am ersten Tag hervorragend im Rennen, bis sich Innerhofer den Rücken verletzte, das Team damit ausschied. Die Schweizer übernahmen die Führung, Hauptmann Pösch brachte sein Team als Führende zum Biwak, gab uns dort ein Interview.

Pösch brachte seine Burschen schließlich tatsächlich zum Sieg, hinter einem Team der Bundeswehr aus Deutschland folgte das Jägerbattaillon 24 mit Wolfgang Klocker als Alpinisten, auf Platz vier folgte das Pionierbattaillon 2 aus Salzburg, mit dabei Sepp Egger, auf bei diversen Skibergsteiger-Rennen auch dabei ist.

Das Bundesheer im guten Licht

Edelweiss Raid 2017 _ Motiv 21 _ Bild SKIMO Austria Posch_Nussmbaumer _ LR

Sanitätsstation

Das Resümee der Veranstaltung ist eindeutig: das was das Heer da zusammenbringt, ist mega. Geht nicht, gibt’s nicht, die Fernmelder sorgen für WLAN, die Streckenposten sind zu hauf unterwegs, die Logistik mit Lastwagen und Hubschraubern ist superrund. Da steht kein einzelner Sanitäter herum, sondern da gibt’s ein Pionier-Sani-Zelt…beheizt, eh klar. Natürlich ist die Edelweiss Raid keine Patrouille des Glaciers, aber unsere Soldaten brauchen sich nicht verstecken, die Leistungen, die auch abseits der sportlichen Komponente im Bereich der Organisation geleistet werden, sind hervorragend. Schön zu sehen, dass unser Heer das alles kann! Militärischen Muskelspiel ohne negativem Beigeschmack.

Danke an das überaus freundliche Personal in Absam und die tolle Pressebetreuung, von der sich auch manche Organisatoren en Scheibchen abschneiden sollen. Die Herren Oberst Scheibler und Hauptmann Wach vom Kommando Gebirgskampf und Oberst Tilg vom Milkommando Tirol haben uns super betreut und den Tag echt zu einem positiven Erlebnis gemacht, Danke!

Hier gehts zur Webseite und zu weiteren Bildern der Edelweiss Raid 2017.


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