Bildbericht und Ergebnisliste Individual Marmotta Trophy

Marmotta Trophy 2017_Individual_9_Bild Karl Posch_LR
  • 10_MarmottaTrophy-Individual_Bild Philipp Reiter
  • Antonioli_Photo Newspower.it
  • Marmotta Trophy 2017_Individual_Zielraum_12_Bild Roland Hold_LR
  • Marmotta Trophy 2017_Individual_Zielraum_11_Bild Roland Hold_LR
  • Marmotta Trophy 2017_Individual_Zielraum_10_Bild Roland Hold_LR

Auch am 2. Tag der Marmotta-Trophy versammelte sich wieder das Who-is-Who der deutschsprachigen und vor allem italienischen Skibergsteiger-Szene am Fuße der Zufallspitze im Martelltal in Südirol. Die technisch anspruchsvolle Individual-Strecke verlief über 1.652 Höhenmeter und führte in fünf Anstiegen und zwei Tragepassagen auf die Madritschspitze auf 3.265 Meter. Oben angekommen, hieß es noch einmal alle Kraft für die lange Abfahrt über knapp 1.200 Hm zu sammeln. Für die Damen, Junioren und Cadeten wurde die Strecke auf 1.347 Hm und 16,7 km verkürzt. Trotz schwierigster Verhältnisse (wenig Schnee, extrem eisig und viel Wind) schafften es die Organisatoren des ASV Martell ein hochalpines Rennen umzusetzen.

Spannende Führungswechsel zwischen Italien und Österreich

Bei den Herren setzten sich von Beginn an vier Skibergsteiger an die Spitze ab: die drei Italiener Antonioli, Götsch und Boffelli sowie der Salzburger Jakob Herrmann. Der Salzburger kam als Zweiter in die erste Wechselzone und konnte in der Abfahrt Philipp Götsch überholen und somit die Führung übernehmen, welche er konstant ausbaute. Mit einem Abstand von ca. 15 bis 20 Sekunden zu seinen Verfolgern, wurde Herrmann als Führender leider falsch geleitet, musste einige Höhenmeter extra absolvieren und verlor dadurch wertvolle Zeit auf das dahinterliegende italienische Trio. Dieser unfreiwillige Umweg kostete dem Österreicher über eine Minute an Zeit, wodurch er einige Plätze zurückfiel. Mit enormen Ehrgeiz legte Herrmann abermals einen Zahn zu, überholte Athlet für Athlet und schaffte es wieder ins Spitzenfeld. In der letzten Wechselzone lies er Götsch und Boffelli hinten und konzentrierte sich auf die Verfolgung von Antonioli in der letzten Abfahrt. Herrmann konnte zwar viel Zeit aufholen, blieb aber in der Abfahrt schlussendlich hinter dem Italiener und kam als Zweiter ins Ziel. Schade, dass Herrmann falsch geleitet wurde, denn bei dieser starken Leistung wäre der Sieg möglich gewesen.

09_MarmottaTrophy-Individual_Bild Philipp Reiter

Die Siegerzeit von Robert Antonioli lag bei 1:38:59,98, gefolgt von Jakob Herrmann in 1:39:16,48 und dem zweiten Italiener Wiliam Boffelli in 1:40:45,06. Bei 143 gestarteten Teilnehmern in der Klasse Senior und extrem schweren Bedingungen, war die Leistung von Herrmann gewaltig. Er setzte sich trotz falscher Wegführung und starker Läufer souverän durch und konnte einen weiteren Erfolg in seinen heuer konstant guten Ergebnissen auf internationalem Niveau verbuchen.

Weitere österreichische Athleten (Senior) auf Top20 Plätzen sind: 7. Christian Hoffmann (SU – Böhmerwald), 11. Thomas Wallner (SC Bischofshofen / Dynafit Austria) und 14. Daniel Rohringer (ASKÖ Raiffeisen Gosau / Mammut Austria).

Susi Von Borstel holte sich den Marmotta Trophy Titel bei den Damen

Auf der verkürzten Strecke bei den Damen siegte die deutsche Skibergsteigerin Susi Von Borsten, die bei allen Alpencup Rennen immer am Podest stand, in einer Zeit von 1:50:52,99 mit über einer Minute Vorsprung auf die beiden Italienerinnen Elena Nicolini (1:52:16,06) und Dimitra Maria Theocharis (1:52:41,47). Beste Österreicherin wurde auf Platz 4 Verena Krenslehner-Schmid in einer Zeit von 1:56:21,25.

10_MarmottaTrophy-Individual_Bild Philipp Reiter

Platzierungen in den weiteren Klassen

Espoir männlich
1. Nicolini F. (ITA), 2. Aymonod Henri (ITA), 3. Oberbacher Alex (ITA), 4. Bacca Valentino (ITA),  5. Canclini Pietro (ITA). In dieser Klasse gab es keine österreichischen Starter.

Espoir weiblich
1. De Silvestro Alba (ITA), 2. Compagnoni Giulia (ITA), 3. Veronese Ilaria (ITA), 4. Dei Cas Elisa (ITA). In dieser Klasse gab es keine österreichischen Starterinnen.

Master männlich
1. Stock Markus (SC Bischofshofen), 2. Steiner Anton (ITA), 3. Antiga Ivan (ITA), 4. Elsler Martin (ITA), 5. Pfattner Franz (ITA)

Master weiblich:
1. Sartogo Monica (ITA), Moretti Marianne (ITA), 3. Cavallari Ilaria (ITA), 4. Bones Bice (ITA), 5. Pontirolli Claudia (ITA). In dieser Klasse gab es keine österreichischen Starterinnen.

Junioren männlich
1. Magnini Davide (ITA), 2. Knopf Stefan (GER), 3. Canclini Nicolo (ITA), 4. Guichardaz Fabian (ITA), 5. Guichardaz Sebastien (ITA). Bester Österreicher war Pichler Thomas (SC Bischofshofen) auf Platz 25.

Junior weiblich
1. Murada Giulia (ITA), 2. Martini Mara (ITA), 3. Ploner Melanie (ITA), 4. Felicetti Giorgia (ITA), 5. Wötzel Tessa (GER). In dieser Klasse gab es keine österreichischen Starterinnen.

Cadet männlich
1. Sostizzo Matteo (ITA), 2. Gadola Alessandro (ITA), 3. Rossi Alessandro (ITA), 4. Mayer Andreas (WSV Kirchdorf), 5. Sanelli Mirko (ITA)

Cadet weiblich
1. Bertolina Samantha (ITA), 2. Folini Anna (ITA), 3. Pörnbacher Sophie (ITA), 4. Bulanti Erica (ITA), 5. Zanardelli Sara (ITA). In dieser Klasse gab es keine österreichischen Starterinnen.

Super organisiertes Rennen vom ASV Martell

Ein großes Lob geht an dieser Stelle noch einmal an das Marmotta Trophy Organisationsteam des ASV Martell. Viele Organisatoren hätten bei den heutigen Bedingungen für das Individual die Nerven geschmissen und ein Rennen bei dermaßen schlechten Verhältnissen abgesagt. Doch die Veranstalter behielten einen klaren Kopf, zeigten unglaublich großes Engagement und ermöglichten ein Top-Rennen ohne Zwischenfälle! Hut ab und vielen Dank!

Marmotta Trophy 2017_Sprint_4_Bild Karl Posch_LR

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