Ergebnisliste und Bildbericht ÖM Vertical Schönleiten Trophy, Viehhofen

Schoenleitentrophy 2014 _ Motiv 20 _ Bild Alex Lugger _ LR
  • Schoenleitentrophy 2014 _ Motiv 103 _ Bild Willi Seebacher _ LR
  • Schoenleitentrophy 2014 _ Motiv 83 _ Bild Willi Seebacher _ LR
  • Schoenleitentrophy 2014 _ Motiv 82 _ Bild Willi Seebacher _ LR
  • Schoenleitentrophy 2014 _ Motiv 81 _ Bild Willi Seebacher _ LR
  • Schoenleitentrophy 2014 _ Motiv 80 _ Bild Willi Seebacher _ LR

Recht viel Schnee gibt es aktuell nirgends in Österreich, jedoch im Pinzgau schafften es die Veranstalter der Schönleiten Trophy, die Rennstrecke trotz klassischem Weihnachtstauwetter nahezu komplett in Weiß zu halten. Dank eines enormen Einsatzes des Skiclubs Viehhofen und den Bergbahnen Saalbach-Hinterglemm konnte eine Ersatzstrecke hervorgezaubert werden, die einer Österreichischen Meisterschaft Vertical absolut würdig war. Der Aufwand wurde mit knapp über 200 Startern belohnt, die sich im Glemmer Tal trafen, um sich auf den 820 Höhenmeter auf der langen Distanz (Herren Senior und Masters) bzw. den 550 Höhenmeter auf der kurzen Strecke (Damen, Junior und Cadet) zu duellieren.

Um den Tagessieg gab es jedoch keinen Zweikampf – Favorit Toni Palzer (GER) zeigte einmal mehr seine Stärke und präsentierte mit einer Zeit von 30:11,33 einen Start-Ziel Sieg der Sonderklasse. Der junge Ramsauer hatte von Beginn weg deutlichen Vorsprung, wir werden uns wohl darauf freuen können, unseren deutschen Nachbarn bei den Weltcup Rennen ab Jänner ebenso international an vorderster Stelle anfeuern zu können. Rang zwei zeigt, dass die Schönleiten Trophy sich inzwischen zu einem qualitativ hochwertigen Muss-Rennen an dem man teilnehmen MUSS, herumgesprochen hat und zwar bis nach Slowenien. Nejc Kuhar (SLO) erreichte als zweiter mit einer Zeit von 32:24,50 das Ziel, erst knapp danach kam der erste Österreicher und damit der neue Österreichische Meister: der Tiroler Armin Neurauter sicherte sich dieses Jahr den Titel.

Bei den Damen war die Abtenauerin Michaela Essl das Maß aller Dinge und erreichte mit einer Zeit von 26:10,38 sowohl den Tagessieg als auch den ÖM Titel. Knapp verfolgt von der Osttiroler Bergläuferin Susanne Mair. In der Klasse Junior Damen gewann die Nachwuchsathletin des Nationalteams und Pinzgauer Lokalmatadorin Verena Streitberger mit der insgesamt drittbesten Zeit der Damenklasse.
Die Gesamtsieger-Zeit auf der kurzen Strecke gelang aber dem jüngsten Teilnehmer am gesamten Rennen: der Tiroler Jakob Siedler kam mit einer Zeit von 23:51,43 im Ziel oben an, deutliche vor seinen älteren Konkurrenten. In der Junioren Klasse ging der Sieg an den Salzburger Maximilian Kurz.

250 gemeldete Athleten und über 200 Finisher, die Schönleiten Trophy hat sich zu einem Veranstaltungsmagnet im österreichischen Skibergsteigen entwickelt. Und seit heuer auch Spitzenathleten aus allen Ländern angezogen. Neben der österreichischen Nationalmannschaft war z.B. auch das deutsche Nationalteam geschlossen am Start. Die Anwesenheit von Spitzenathleten war auch insofern wichtig, um die aktuelle Leistungsfähigkeit in den Teams zu analysieren. Die Nationalmannschaften von Österreich und Deutschland setzen ihren Saisonhöhepunkt voll auf die nahende Weltcupsaison bzw. vor allem die Weltmeisterschaft im Februar in der Schweiz. Und die Zeichen für einen optimalen Formaufbau stehen gut, immerhin finden sich die Athleten gut vorne mit dabei.

Ein großer Dank darf auf jeden Fall noch einmal Gruber Peter und seinem Organisationsteam und der Skiregion Saalbach-Hinterglemm ausgesprochen werden, die trotz der mehr als knappen Schneelage ein tolles Rennen auf die Beine stellten, das kaum irgendwo auf diese Art möglich gewesen wäre. So gab es zufriedene Gesichter in strahlendem Sonnenschein, bei frühlingshaften Temperaturen auf genügend weißem Schnee und Athleten, die sich das erste Mal in der Geschichte Österreichs Meisterschaftsmedaillen mit dem ÖSV Aufdruck umhängen durften. Die erste ÖM unter den Fittichen des ÖSV ist hervorragend über die Bühne gegangen.

Danke an die fleißigen Fotografen Helga Koller, Anna Spielbüchler, Willi Seebacher, Alex Lugger und Karl Posch

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